Die Spieltagskolumne: The day after…

Faszination Fankurve 23.04.2007 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Von nun an wird es immer Montags einen kurzen Überblick über das Geschehen des Wochenendes geben. In der Erstausgabe des „Tag danach…“ wandert der Blick von Schalke über das Pokalfinale und Den Haag ins beschauliche Oldenburg.

Über 4.000 Zuschauer sahen den 1 zu 0 Sieg des VfB Oldenburg im Marschwegstadion über Bückeburg. Obwohl es sich um ein Spitzenspiel handelte, ist die Besucherzahl für die fünfte Liga enorm. Schon am kommenden Wochenende kommt es zur nächsten Topbegegnung: Oldenburg spielt auswärts beim TSV Havelse. Durch den Sieg kehrte der ehemalige Zweitligist an die Tabellenspitze zurück, Havelse ist Dritter.

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Bild: B.Buttelmann

Eine andere Rückkehr wird die Fanmeile feiern: Nämlich beim Pokalfinale zwischen dem VfB aus Stuttgart und dem Club aus Nürnberg am 26. Mai. Allerdings wird sie nur etwa halb so lang sein, wie bei der Fußball-WM. Geschätzte 150.000 Zuschauer können Hildebrand, Vittek und Co. so auf mindestens zwei Großbildleinwänden verfolgen.

Nach der WM waren alle froh, dass viele Fans auch ohne Karten nach Deutschland gereist waren. In den Public Viewing- Arealen hatten sie die Möglichkeit die Spiele ihres Teams in entsprechender Atmosphäre zu schauen. Bis Griechenland hat sich dieses Konzept offenbar noch nicht herumgesprochen. Der Chef der griechischen Polizei riet allen Fans ohne Karten für das Champions League Finale, nicht nach Athen zu reisen.

Der Polizei in Den Haag hätte ein solches Verbot für Kartenlose nur wenig Arbeit erspart: Für das letzte Spiel von ADO Den Haag im Zuiderpark hatten die heimischen Fans eine besondere „Abrissparty“ geplant. In der 49. Minute musste der Schiedsrichter beim Stand von 3 zu 0 für die Gäste aus Groningen abpfeifen, weil Anhänger von Den Haag randalierten. Unter anderem warfen sie Feuerwerkskörper auf das Spielfeld und rissen Sitze aus den Verankerungen. Als Absteiger stand ADO bereits vorher fest. Den direkten Wiederaufstieg wird man ab Sommer im brandneuen Den Haag Stadion in Angriff nehmen.

Geschlagen geben möchte sich die Faninitiative „Wir sind Finke“ ebenfalls nicht. Wie Stadionwelt berichtete sammeln die Macher fleißig Unterschriften für die Einberufung einer außerplanmäßigen Mitgliederversammlung. Nun wird vermutet, dass die vom Verein angegebene Zahl der stimmberechtigten Mitglieder möglicherweise zu hoch gewesen sei, was durchaus von Bedeutung ist, weil die Mitgliederversammlung von einem Viertel der stimmberechtigten Mitglieder des Vereins beantragt werden muss. In der Falschinformation durch den Verein sehen die Initiatoren von „Wir sind Finke“ eine Strategie. Alleine stehen sie nicht: Schriftsteller und SC-Fan Günter Grass und das Holbein-Pferd unterstützen die „Finkes“. Bei dem Pferd handelt es sich um ein Kunstwerk in Freiburg-Günterstal, das meistens bei Nacht zu aktuellen Themen und Anlässen kostümiert wird. Wie sehr das Thema den SC Freiburg entzweit verdeutlicht, dass sich selbst Spieler und Fans Polizeiangaben zufolge bedrohlich nahe kamen: Die Contra-Finke-Fraktion der Anhänger traf auf die Pro-Finke-Fraktion des Kaders.

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Bild: WIR-SIND-FINKE

Vorsänger eines ganzen Fanblocks wird Fußballprofi Bernd Schneider vermutlich nicht mehr werden. Wie die Fernsehbilder der Feierlichkeiten nach dem Sieg über Nürnberg bewiesen, musste ihm der Text der HUMBA vorgesagt werden. Solange er trifft, wird es den Fans egal sein.

50.000 dieser Spezies hatten sich nach dem Sieg von Inter Mailand auf dem Platz vor dem Dom versammelt. Bis spät in die Nacht feierten die Interisti den vorzeitigen Gewinn des 15. Scudetto.

Vom nationalen Meistertitel kann ein Traditionsverein aus dem Saarland momentan nur träumen. Fans des FC Homburg 08 sammeln per Internet Unterschriften, weil ein Sponsor seine Zahlungen mit Beginn der Qualifikations-Saison für die Regionalliga um 25 Prozent kürzen möchte. Möglichst viele Unterschriften sollen dem Geldgeber verdeutlichen, wie wichtig der Verein für das Saarland „war, ist und sein wird“.

Zu Feiern hatten die Nürnberger in Leverkusen nichts. Auch vor dem Heimspiel am Samstag gegen Wolfsburg wird es eher ernst zugehen. Eine Kundgebung für die Umbenennung der Spielstätte des Clubs in Max-Morlock-Stadion ist geplant. Derzeit trägt das ehemalige Frankenstadion den Namen eines Sponsors.

Einen Tag vor den Nürnbergern muss Meisterschaftskandidat Schalke in Bochum ran. Für das Derby der blau-weißen Ruhrpottteams haben die Ultras Gelsenkirchen aufgerufen, ganz in weiß anzureisen. Roy Black hatte mit seinem Titel vermutlich anderes im Sinn als die Oberbekleidung bei einem Fußballspiel. Wieweit die Schalker dem Aufruf nachkamen oder ob alle blau waren, sagt „The day after…“ am kommenden Montag. (Stadionwelt, 23.4.2007)

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