Dass es in einer Liga große und kleine Vereine gibt, ist normal. Doch nirgends scheint die Kluft zwischen Groß und Klein so weit auseinander zu sein wie im schottischen Fußball. Die Zuschauerzahlen der abgelaufenen Saison sind unter anderem ein Indiz dafür.
Die beiden großen Vereine aus Glasgow dominieren die schottische Premier League nicht nur sportlich schon seit Jahr und Tag, sondern auch auf Zuschauerebene. Mit einem Zuschauerschnitt von über 57.000 Fans rangiert Celtic in der Zuschauergunst vor dem Stadtrivalen, den Glasgow Rangers. Die Blauen konnten in der abgelaufenen Saison einen Schnitt von knapp 49.000 Zuschauern aufweisen. Damit liegt man jedoch ein gutes Stück hinter dem Durchschnitt von Celtic.
Der Abstand der drittplazierten Hearts of Midlothian zu den beiden Glasgower Clubs ist riesig. 16.289 Fans besuchten die Spiele der Hearts aus Edinburgh. Mit Blick auf die beiden vorher genannten Zahlen erscheint dieser Wert marginal. Die nachfolgenden Vereine des Fanrankings, Hibernian und der FC Aberdeen, kommen auf einen ähnlichen Zuschauerschnitt wie die Hearts of Midlothian und befinden sich damit im Mittelfeld.
Am Ende der Zuschauertabelle liegen Saint Mirren und Gretna FC. Lediglich 4.649 beziehungsweise 2.775 Besucher wollten die Partien der beiden Teams sehen, die auch sportlich gesehen die letzten beiden Plätze in der Premier League einnehmen. Im Falle von Gretna muss allerdings erwähnt werden, dass die Besucherzahl die Einwohnerzahl des Dorfes in der Region Dumfries and Galloway knapp übertrifft. Dennoch wird anhand dieser Zahlen wird einmal mehr deutlich, wie groß die Gegensätze in schottischen Fußball sind.(Stadionwelt, 27.05.08)


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