Choreos und eine friedliche Atmosphäre

Faszination Fankurve 30.06.2008 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Nun ist die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz schon wieder vorbei. Deutschland hatte den Spaniern im Finale wenig entgegenzusetzen. Auf den Rängen sah das anders aus. Der day after… schaut auf den kontinentalen Vergleich der Fans zurück.

Die Kreativen Supporters Deutschland zeigten bei jedem der sieben Spiele mit deutscher Beteiligung eine Choreo. Besonders erwähnenswert ist dabei sicherlich die Aktion beim letzten Vorrundenmatch gegen die Österreicher in Wien – aber auch die Tatsache, dass die Planungen ab dem Viertelfinale alles andere als leicht gewesen sein dürften. Schließlich war im Vorfeld nicht klar, ob und wenn wo (Wien oder Basel) man antreten würde.

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Bei der Vorrundenpartie gegen Österreich.
Bild: Bultras Dynamo

In den Fanblöcken der beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich suchte man derartiges vergeblich. Überhaupt versuchte sich keine einzige Szene außer den Deutschen an einer Kurvenshow. Lediglich einige größere Blockfahnen, beispielsweise beim russischen Anhang, waren zu sehen. Ein anderes Mittel, das gerne zur optischen Unterstützung verwendet wird, wurde deutlich häufiger eingesetzt. Zu Gesicht bekam man es aber fast nur im Stadion. Bilder von Bengalen im Block flimmerten, wenn überhaupt, nur kurzfristig über die Bildschirme, da sie schlichtweg zensiert wurden. „Flitzern“ erging es im Ringen um mediale Aufmerksamkeit nicht anders. Die Begründung: Mögliche Nachahmer sollten nicht noch ermuntert werden.

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Die Meinungen über die Stimmung in den Blöcken gehen vor allem unter den Stadionbesuchern deutlich auseinander. Einige fanden sie gut, einige durchschnittlich, einige schwach. Angesichts der Problematik kleiner Blöcke und massenhafter Bestellungen – nicht nur in Deutschland – war von den Rängen kaum mehr zu erwarten. Wie soll eine große Stimmung aufkommen, wenn nicht einmal das Gros der üblichen Dauerfahrer Eintrittskarten erhält?

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Bei jedem Spiel gab es eine Aktion im deutschen Block.
Bild: TOM(F95)

Die „Sommermärchen-Stimmung“ des Jahres 2006 kam an den Spielorten nicht immer auf, was nur zum Teil am schlechten Wetter lag. Städtchen wie Klagenfurt, die das Massenphänomen Fußball bisher eher vom Hösensagen kannten, erstarrten zumindest anfangs in Panik vor Hooliganausschreitungen. Bei der Angst vor gewalttätigen Menschen aus aller Herren Ländern, brachte die österreichische Presse sogar die Engländer ins Spiel, deren Mannschaft sich nicht einmal hatte qualifizieren können. Andere Austragungsorte erlebten allerdings ausgelassene Feiern von Fangruppen wie der der Niederlande, die rund um das Viertelfinale in Basel 500.000 Liter Bier tranken oder den Schweden, die durch Salzburg Richtung Stadion zogen. Die Polizei resümierte, dass das Turnier alles in allem sehr friedlich blieb

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Anhänger des kroatischen Teams in Wien.
Bild: Olaf Klöckner

Am mehrwöchigen Straßenkarneval in Deutschland nahmen anders als 2006 auch die Fans der türkischen Mannschaft teil, deren Auswahl immerhin der Sprung in Halbfinale gelang, wo sie durchaus unglücklich gegen die Deutschen ausschied. Auch Italiener, Russen, Portugiesen und Kroaten waren in großen Zahlen regelmäßig auf den hiesigen Straßen zu finden. Wie in den beiden Ausrichterländern kam es zu keinen nennenswerten Problemen zwischen den Fans der verschiedenen Lager. Spätestens mit Beginn der neuen Saison wird sich auch der day after wieder regelmäßig am Montag melden. (Stadionwelt, 30.6.2008)

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Bei der Vorrundenpartie gegen Österreich.
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Bei jedem Spiel gab es eine Aktion im deutschen Block.
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Anhänger des kroatischen Teams in Wien.
Bild: Olaf Klöckner

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