Alljährlich um die Jahreszeit kommt der Bericht des Home Office zu Festnahmen und Stadionverboten im Zusammenhang mit Fußball in England und Wales heraus. Während der Saison 2007/08 wurden im Mutterland des Fußballs fast 3.500 Personen festgenommen.
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Das Gros mit 1,263 Festnahmen gab es in der Premier League. Die Zahlen bei internationalen Partien, also Europapokal oder Länderspielen, liegen vergleichsweise niedrig. So gab es Heim-Länderspielen in der Saison 2007/08 37 Festnahmen, auswärts waren es gar nur fünf. Zwar etwas höher, aber dennoch überschaubar sind die internationalen Clubspiele. So wurden am Rande von Heimauftritten 92 Fußballfans arretiert. Auf Auswärtsreise waren es 25.
Wie hierzulande auch gibt es in England Stadionverbote, dort banning orders genannt. „Spitzenreiter“ in dieser Liste ist Leeds United. 152 Supporter des aktuellen Drittligisten dürfen das Stadion an der Elland Road momentan nicht betreten. Auch die Nummer drei − Millwall mit 117− ist aus der Championship. Der Waliser Club Cardiff City (136) hat sich dazwischen geschoben.
In der höchsten Spielklasse, der Premier League, hat kein Verein mehr als 100 Stadionverbote zu verzeichnen. Portsmouth mit 91 wird gefolgt von Stoke City mit 83. Einige große Namen finden sich ebenfalls weit vorne in der Stadionverbotsliste wieder: Manchester United (78), Chelsea (78) und Liverpool (75). Nur fünf Fans des Londonder Clubs Fulham dürfen derzeit auf der Insel kein Stadion betreten. (Stadionwelt, 01.12.2008)
Alle Statistiken: Home Office – Alle Bilder: Stadionwelt
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