Fans der SpVgg Fürth organisieren am kommenden Wochenende eine Demonstration, die die Kennzeichnung von Polizeibeamten fordert. Ein Jahr zuvor kam es in München zu Auseinandersetzungen zwischen Fürther Fans und einem Unterstützungskommando der bayrischen Polizei.
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Auch auf der Fandemo in Berlin forderte die Delegation aus Fürth die Kennzeichnungspflicht. In Berlin ist diese bereits gesetzlich vorgeschrieben.
Bild: spvgg-fuerth.com
Stadionwelt dokumentiert den Demonstrationsaufruf vom Block 12:
Kennzeichnungspflicht für Polizisten!
Warum am 16. März eine Demonstration zum Thema “Kennzeichnungspflicht für Polizisten”?
Der Zeitpunkt der Demo wurde gewählt, da am Samstag, den 17.März das Auswärtsspiel der SpVgg Fürth beim TSV 1860 München in der Allianz Arena in München stattfinden wird. Die aktiven Fangruppen Horidos 1000, Stradevia 907 und Sportfreunde Ronhof haben sich nach schockierenden Ereignissen beim Pokalspiel in selbiger Arena gegen den FC Bayern München am 10.02.2010, sowie den allgemein fanunfreundlichen Bedingungen dort, dazu entschieden, die Arena nie wieder zu besuchen. An diesem Tage kam es zu Gewaltausbrüchen seitens des Unterstützungskommandos der bayrischen Polizei, kurz USK, welches mit einer unglaublichen Brutalität gegen die anwesenden Fußballfans vorging. Das radikale Einschreiten der Beamten hatte mehrere Gehirnerschütterungen, sowie gebrochene Rippen und Arme zur Folge. Zur Folge hatte es für die beteiligten Beamten allerdings nicht gerade viel. Schlussendlich wurden 3 Beamte versetzt, wobei für 2 bereits eine Versetzung geplant war. Des Weiteren verliefen die angestrebten Strafverfahren gegen die Beteiligten ins Leere, von der Vielzahl der gar nicht erst zu Stande gekommenen Verfahren wegen der fehlenden Kennzeichnung der Polizisten ganz zu schweigen.


