Die Ultràgruppe Horidos der Spielvereinigung Fürth beendet nach Jahren den Boykott der Spiele in der Arena in München Fröttmaning. Die Ultras blieben den Spielen gegen den TSV 1860 und den FC Bayern München in der dortigen Arena seit einem Pokalspiel Februar 2010 fern.
Beim DFB-Pokalspiel im Februar 2010 kam es zu einem umstrittenen Polizeieinsatz gegen die Fans der Spielvereinigung Fürth, weshalb die Horidos der Arena in den kommenden Jahren fernblieben. Nun wird dieser Boykott beendet. (Faszination Fankurve, 13.12.2016)
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Der letzte Besuch der Horidos in der Münchner Arena im Februar 2010.
Bild: spvgg-fuerth.com
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Horidos:
Das Kleblatt Fürth ist wieder da
Ja, wir wissen, dass wir uns lange, sehr lange Zeit gelassen haben. Ja, wir wissen, dass wir als Gruppen vielleicht auch zeitweise selbst daran gezweifelt haben, ob ein derartiger Boykott in der aktuell schweren Zeit für uns Ultras tatsächlich noch zeitgemäß, geschweige denn sinnvoll, ist. Ja, wir wissen, dass wir durchaus bereits früher hätten die Reißleine ziehen können. Und ja, wir müssen uns auch den Vorwurf gefallen lassen, was dieser Boykott in den letzten Jahren gebracht hat. Vielleicht hatten wir einfach auch nur keinen Bock, uns den beschissenen fanfeindlichen Bedingungen vor Ort auszuliefern. Ja, vielleicht war dies auch einfach losgelöst davon, dass wir im Jahr 2010 Stress mit Bullen hatten.
Oder wir sind rückblickend bislang einfach nicht bereit und entschlossen genug gewesen, diesen einen Schritt nach vorne wieder zu wagen. Die Rückkehr in die unsägliche Fröttmaninger Arena. Das Pokalspiel im Februar 2010 war bekanntlich der Auslöser für die nun fast sieben Jahre lange Abstinenz. Ein bedeutender Verlust für die Fußballwelt? Sicherlich nicht! Ein Verlust für uns als Fans und Ultras? Definitiv! Unser Protest mittels Fernbleiben stieß in den letzten Jahren auf mehr und mehr sicherlich auch berichtigte Skepsis; egal ob in der Fanszene oder in den Gruppen. Zu geteilt waren die Meinungen, wie eine vernünftige Rückkehr aussehen könnte oder müsste.
Boykott = Rückschritt?



