Der FC Hansa Rostock wollte den finanziellen Schaden des Geisterspiels gegen Jahn Regensburg durch den Verkauf von Geistertickets und das Anbringen von Porträtfotos an Zuschauerplätzen möglichst gering halten. Doch der DFB macht den Rostockern jetzt einen Strich durch die Rechnung.
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Während des Geisterspiels dürfen keine Fotos auf den Sitzen im Ostseestadion angebracht werden.
Bild: Stadionwelt
Zunächst soll der DFB das Verbot der Fotoaktion aus Brandschutzgründen verboten haben, als Brandschutzprobleme von Hansa Rostock jedoch ausgeschlossen wurden, soll sich der Verband auf das Urteil des DFB-Sportgerichts berufen haben, das ein Verbot von Plakaten, Bannern und Fahnen im gesperrten Zuschauerbereich vorsah.
Dies wurde vor Jahren noch nicht die Urteile mit aufgenommen, weshalb mehrere Fanszenen Zuschauerteil- oder Gesamtausschlüsse auch immer wieder für Protestaktionen in den geschlossenen Stadionbereichen nutzten. Diesen Protesten hat der DFB mittlerweile einen Riegel vorgeschoben und verbietet solche Aktionen, auch wenn sie sachliched Kritik enthalten, grundsätzlich. Der Fanszene wurde somit ein Stilmittel genommen, gegen die DFB-Strafen zu protestieren, die von zahlreichen Fußballfans als ungerechtfertigt wahrgenommen werden.
Nun geht der DFB noch einen Schritt weiter und verbietet sogar eine Aktion, bei der lediglich die Fotos von Fans zu sehen sein sollten, die ausgeschlossen wurden. Für mehr Verständnis für die DFB-Sanktionen wird dieses Vorgehen wohl nicht sorgen. Hansa Rostock will die Fotos der Fans nun über die Videowand laufen lassen und die Aktion somit in abgeänderter Form durchführen.



