Die Blockade Sandhausen, eine nach eigenen Angaben Ultràgruppe vom SV Sandhausen, hat am Samstag vor Anpfiff des Heimspiels gegen die Spielvereinigung Fürth die eigene Zaunfahne eingepackt und verzichtete auf einen Vorsänger. Nun gab die Gruppe bekannt, alle Aktivitäten einzustellen.
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Beim Warmmachen der Teams hing die Blockade Sandhausen Zaunfahne noch.
Bild: Carpe Diem Sandhausen
„Der aufmerksame Zuschauer wird es bemerkt haben, kurz vor Anpfiff wurde der Gruppenbanner von zwei Mitgliedern unserer Gruppe vom Zaun entfernt und eingepackt. Der mittlere Platz vor unserem heimischen Block A4 blieb frei, der von uns gestellte und wohl allen Sandhäusern bekannte Vorsänger nahm nicht wie gewohnt seinen Platz auf dem Podest ein. Der Grund schmerzt, ist für Außenstehende jedoch schnell erklärt: Nach acht chaotischen und schönen Jahren DBS ist die Luft schlichtweg raus. Die Motivation ist bei etwa 90 Prozent unserer Gruppe so gering wie nie, was an verschiedenen Gründen liegt. Die Entwicklung der Fanszene stagniert, besonders auswärts sind oftmals nur Mitglieder unserer Gruppe, sowie einige „Allesfahrer“ der „Supporters“ im Block anzutreffen. Unsere Mitglieder werden immer älter, befinden sich teilweise im Ausland, haben eine Familie, gehen einem Job nach, der es Ihnen unmöglich macht, alle Spiele unseres geliebten SVS live zu verfolgen. Ein gewisser Druck aus der Fanszene selbst und Probleme mit der Staatsmacht. Das alles sind keine Ausreden. Dies ist viel mehr eine Erklärung, denn dieser Schritt fällt uns unheimlich schwer, die Mannschaft auf dem Rasen hätte definitiv mehr verdient, doch die Ausrufezeichen aus der Kurve blieben und bleiben aus. Wir werden unseren Ansprüchen seit etwa zwei Jahren nicht mehr gerecht. Jetzt sind wir am Punkt angekommen, an dem wir einen Strich ziehen müssen“, heißt es in einem Statement der Blockade Sandhausen.
Zum Spielbeginn wurde die Blockade Sandhausen Zaunfahne abgehangen.
Bild: Carpe Diem Sandhausen


