Nachdem das Landeskriminalamt ein Kamerabild aufgearbeitet hat, das unscharf gewesen sein soll, mit dem dennoch nach einem Fan des 1. FC Nürnberg gefahndet wurde, macht die Rot-Schwarze Hilfe nun öffentlich, dass deshalb ein Fan verdächtigt wurde, der zur Tatzeit auf einer Taufe war.
Dies konnten Zeugen und Gruppenfotos der Tauffeier belegen, weshalb die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingestellt wurden. Der Rechtsanwalt der Rot-Schwarzen Hilfe kam schon vorher zu der Einschätzung, dass die Qualität des Fotos nicht ausreiche, um die abgebildete Person zu identifizieren. Der Fan, der zum Tatzeitpunkt auf der Taufe war, wurde zuvor gebeten, seine Fingerabdrücke und eine DNA-Probe abzugeben, was jedoch verweigert wurde.
Im gleichen Fall wurde bereits ein weiterer FCN-Fan verdächtigt und nach einer Wohnungsdurchsuchung eine seiner Textnachrichten an eine Klassenkameradin fehlinterpretiert. Eigentlich ging es um eine Prüfung in der Schule, doch die Polizei sah in der Nachricht zunächst ein Geständnis (Faszination Fankurve berichtete). (Faszination Fankurve, 05.04.2017)
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Die Verdächtigung der Polizei war nicht haltbar.
Bild: Würzburger Expertenrunde
Faszination Fankurve dokumentiert die Mitteilung der Rot-Schwarzen Hilfe:
Beistand von ganz oben: „Fahndungshilfe“ der Polizei erweist sich als Niete
Sogenannte Fahndungshilfen ermuntern offenbar zu besonders engagierter Polizeiarbeit: Nicht nur unser Mitglied Otto Hansig, der wegen seiner Hoffnung, nicht in der ersten Schulbank der Schulklasse sitzen zu müssen, der Polizei als besonders verdächtigt galt (Bei ARD, ZDF und der Polizei stehen Sie in der ersten Reihe – wie leicht es zu Missdeutungen zulasten eines Beschuldigten kommen kann), sondern auch Otto Maier (ebenfalls RSH-Mitglied mit geändertem Namen) geriet ins Fahndungsvisier der Nürnberger Polizei – wegen angeblicher Beteiligung an derselben Straftat wie Otto Hansig.



