Die Fanorganisation ProFans hat nach den rechten Parolen, die deutsche Fans vor einer Woche beim Länderspiel in Prag brüllten einen Kommentar verfasst. Darin wird dem DFB erklärt, dass Ultràgruppen vielerorts in Deutschland dafür gesorgt haben, dass rechte Parolen aus den Stadien verschwunden sind.
Bei Länderspielen zeige sich nun, dass das Fehlen einer organisierten und aktiven Fanszene ein Vakuum hinterlässt, das teilweise von rechten Fans und ihren Parolen gefüllt wird. Beim DFB setze man statt auf lebendige Fankultur auf einen Fanclub Nationalmannschaft, der von einem Getränkekonzern gesponsort wird. Dadurch würden Fans zu Kunden degradiert und eine organisierte Fanszene entstehe nicht, weshalb es rechte Fans bei der Nationalmannschaft so leicht hätten. (Faszination Fankurve, 08.09.2017)
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In der Eden Arena in Prag fielen deutsche Fans vor einer Woche u.a. durch Sieg Heil Rufe auf.
Bild: Stephan Hoogerwaard
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung von ProFans:
Die Schmach von Prag und der Umgang damit – ein Kommentar von ProFans Union Berlin
Einige Dutzend deutscher Zuschauer haben vor einer Woche während des Spiels der Fußball-Nationalmannschaft in Prag für einen Eklat gesorgt. Wie berichtet wurde, waren nazistische und rassistische Parolen zu hören, die Nationalhymnen und eine Schweigeminute wurden gestört.



