Aktionsspieltag gegen fanunfreundliche Anstoßzeiten
Faszination Fankurve20.09.20170 Kommentare
Foto: Faszination Fankurve
Während der aktuell laufenden englischen Woche im deutschen Profifußball gehen die Fanproteste gegen DFB und DFL weiter. Wieder wurde ein bundesweiter Aktionsspieltag ausgerufen. Dieses Mal stehen passend zu den Terminen unter der Woche die fanunfreundlichen Anstoßzeiten im Zentrum der Fankritik.
An dem bundesweiten Aktionsspieltag beteiligten sich bisher u.a. die Fans vom 1. FC Kaiserslautern, dem Karlsruher SC, dem MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen, Union Berlin, dem 1. FC Magdeburg, Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart. Die Fanszenen von Preußen Münster und dem FC St. Pauli platzierten schon vorab Plakate zum Thema.
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Protestaktion der Borussia Mönchengladbach Fans. Bild: Dirk Päffgen
Faszination Fankurve hat oben in der Galerie die Protestplakate aus den deutschen Fankurven zum Thema „Was uns an euch stört: Anstoßzeiten“ zusammengestellt. „Unser Problem mit euch: Montag 20:30, Freitag 18:30, Sonntag 13:30, Samstag 13:00, Dienstag 18:30“ und „Für fanfreundliche Anstoßzeiten“, war gestern auf der Westtribüne in Kaiserslautern zu lesen. „Unser Problem mit euch: Mi. 18:30, Sa. 18:30, Di. 20:30, So. 15:30, So. 13:30, Mi. 20:30, So. 18:00, Mo. 20:15, Fr. 20:30, Di. 18:30 – Anstoßzeiten – Pro 15:30“, lautete die Protestaktion der Nordkurve Mönchengladbach. Im wegen des Termins unter der Woche nicht ganz so gut gefüllten Gästeblock in Mönchengladbach machten die VfB Stuttgart Fans mit dem Spruchband „Unser Problem mit euch: Eure fanunfreundlichen Anstoßzeiten“ am bundesweiten Aktionsspieltag mit. Nicht nur dort, sondern zum Beispiel auch in Kaiserslautern, machten sich fanunfreundlichen Anstoßzeiten der englischen Woche negativ auf die Zuschauerzahl bemerkbar.
Protestaktion der VfB Stuttgart Fans. Bild: Dirk Päffgen
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Die nach Großaspach gereisten KSC-Fans listeten auf Plakaten die Auswärtsspiele unter der Woche und die dazugehörigen Reisekilometer auf, um anschließend das Fazit „Fangerechte Anstoßzeiten sehen anders aus!“ zu ziehen. „Unser Problem mit euch: 28 Spiele, 13 Anstoßzeiten – Der Stadiongänger leidet, der Fernsehfan entscheidet!“, brachten die Union Berlin Fans gestern in Sandhausen die Intention des Fanprotests auf den Punkt.
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Protestaktion der FCK-Fans. Bild: www.der-betze-brennt.de
Die MSV Duisburg Fans, die gestern für das Auswärtsspiel in Ingolstadt insgesamt circa 1.200 Kilometer zurücklegen mussten, zeigten passend dazu den Spruch „600 km dienstags nach Ingolstadt? Wir haben es satt – Fußball ist samstags! Für fanfreundliche Anstoßzeiten“. Die Rot-Weiss Essen Fans zeigten mit ihrer Beteiligung am bundesweiten Aktionsspieltag, dass das Thema nicht nur im deutschen Profifußball, sonder auch in der Regionalliga aktuell ist. Heute werden die Proteste gegen fanunfreundliche Anstoßzeiten weiter gehen. Mit den Spielen Borussia Mönchengladbach gegen VfB Stuttgart und 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt kamen an diesem Spieltag um 18:30 Uhr sogar nochmal eine neue Anstoßzeit in der 1. Bundesliga hinzu. Nach der Einführung von Montagsspielen in der 1. Bundesliga eine weitere Zerstückelung des Spieltags, von dem sich die DFL und die übertragenden Fernsehsender höhere Einnahmen versprechen. Darunter zu leiden haben die Fußballfans, die weiterhin ins Stadion gehen.
Ihr kennt das: Zu einem demokratischen Zusammenleben gehört eben auch Diskurs. Unsere Fans äußern heute ein mal mehr ihre Meinung. #SGDDSCpic.twitter.com/BguwhYZ9XX
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