Wegen der Vorfälle beim letzten Wiener Derby im Weststadtion wurde Rapid Wien vom Senat der Bundesliga zu einer Geldstrafe und einem Zuschauerteilausschluss für das Heimspiel gegen St. Pölten verurteilt. Am Samstag stand nun dieses Heimspiel an und Rapid Wien sowie der Block West fanden eine Lücke, um die Strafe teilweise zu umgehen.
Laut Senatsurteil durfte der Block West sowie an die Fankurve angrenzende Blöcke und Teile der Ostkurve beim Heimspiel gegen St. Pölten nicht geöffnet werden. Rapid Wien sorgte deshalb in Rücksprache mit den Gästen für eine Verlagerung der Gästefans auf die geöffenten Teil der Osttribüne und öffnete den eigentlichen Gästeblock für Rapid Wien-Fans, die durch die Sperrung des Block Wests und weiterer Stadionbereiche eigentlich ausgeschlossen werden sollten. Der Gästeblock war von der Zuschauer-Teilausschluss-Strafe nicht betroffen. Insgesamt durften gestern 9.200 Zuschauer ins Weststadion gehen.
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Optische Aktion der Gästefans auf der Osttribüne und des Block West im Gästeblock.
Bild: TornadosRapid.at
„Wir verwehren uns vehement gegen die pauschale Kriminalisierung und Verunglimpfung von Rapid-Fans! Wir wollen ein deutliches Signal des Zusammenhalts der Rapid-Familie senden und werden deshalb beim Heimspiel gegen den SKN St. Pölten den Gästesektor für Rapid-Fans öffnen. Dieser ist von der Sektorensperre bekanntlich nicht betroffen. Wir werden die Gästefans im Allianz Stadion sicher und gut unterbringen, sodass diese ihrer Mannschaft den gewohnten Support zukommen lassen können. Wir wollen keinen Rapid-Fan vor dem Stadion stehen lassen, solange Plätze in geöffneten Sektoren vorhanden sind“, kündigte Rapid Wien vorab an und verkaufte die im Gästeblock verfügbaren Tickets an Rapid-Fans, die vom Zuschauerteilausschluss betroffen waren, eine Dauerkarte besitzen und in dieser Saison mindestens zwölf Heimspiele besucht haben.
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Der leere Block West.
Bild: TornadosRapid.at
Im Gästeblock des Weststadions machten sich somit die Ultràgruppen von Rapid Wien mit ihren Auswärtszaunfahnen breit. Im verkleinerten Block West am Ausweichstandort im Gästeblock gab es dann eine Fähnchen-Aktion im bekannten Balkenmuster zu sehen. Vor dem leeren Block West wurde ein großes „Gegen Kollektivstrafen“-Spruchband aufgehangen und auch bei den Gästefans auf der Osttribüne war die gleiche Botschaft zu lesen. Rapid Wien sprach sich vor dem Spiel für die Abschaffung von Kollektivstrafen aus und erklärte, dass man sich dafür innerhalb der Bundesliga stark machen werde. Rapid Wien ging gegen die 100.000 Euro Geldstrafe und den Zuschauerteilausschluss vorab vor, doch die Bundesliga blieb bei ihrer Verurteilung. (Faszination Fankurve, 09.04.2018)
Bild: TornadosRapid.at
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