Bei Tennis Borussia Berlin eskalierte der Streit zwischen der aktiven Fanszene und dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins, der zudem wichtigster Geldgeber ist, weiter. Die Abteilung Aktive Fans (TBAF) sieht in der aktuellen Situation keine Möglichkeit mehr, mit dem aktuellen Vereinsvorstand zusammen zu arbeiten.
Gestern traten zudem die beiden Fanbeauftragten von TeBe Berlin zurück, deren Aufgabe es eigentlich ist, zwischen Fans und Vereinsführung zu vermitteln. Doch dazu sahen sich die beiden Fanbeauftragten in der aktuellen Lage nicht mehr im Stande, weshalb sie gestern ihren Rücktritt bekannt gaben.
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Zwischen aktiven TeBe-Fans und dem Vereinsvorstand eskalierten die Konflikte zunehmends.
Bild: timo0711.blogspot.de
Ausgangspunkt der aktuellen Eskalation soll eine vom TeBe-Vorstandsvorsitzenden Jens Redlich vorgeschlagene Saisoneröffnungsfeier im Fanladen gewesen sein, die letztlich nicht stattfinden konnte. „Die Gründe für die Absage der den Fanladen ehrenamtlich Betreibenden sind zum einen, dass nach dem Fanturnier die personellen Ressourcen für eine solche Feier nicht vorhanden waren. Zum anderen und in der Hauptsache waren die Betreibenden angesichts einer Vielzahl offener Fragen im Verhältnis zum Vorstand nicht bereit, für den Vorstand diese Feier auszurichten“, heißt es von der TBAK zur nicht-stattgefundenen Saisoneröffnungsfeier.
Meinungsverschiedenheiten zwischen aktiven Fans von Vereinsvorstand gab es auch wegen der Mitgliedsbeiträge der TBAF, die in diesem Jahr von den aktiven Fans teilweise selbst verwendet werden sollten, was vom Vorstand jedoch abgelehnt worden sein soll.
„Entscheidend ist für uns aber etwas viel Grundsätzlicheres: Dass nämlich der Umgang des Vorstandsvorsitzenden mit dieser Situation symptomatisch für sein gesamtes Agieren im Verein ist. Es ist eine zutiefst bedenkliche Praxis, aus dem Nicht-zustande-Kommen einer Saisoneröffnungsfeier im Fanladen die Konsequenz zu ziehen, Martin Endemann zum Rücktritt aus dem Aufsichtsrat zu zwingen. Unabhängig von unwillentlichen Kommunikationsproblemen in dieser Sache auch auf Seiten von TBAF bleibt für uns die Erkenntnis, dass das impulsive und autokratische Handeln des Vorstandsvorsitzenden eine Gefahr für den Verein darstellt. Denn Jens Redlich ist anscheinend sogar bereit, wegen einer solchen Petitesse wie einer Saisoneröffnungsfeier die Existenz des gesamten Vereins mit seiner 116-jährigen Geschichte aufs Spiel zu setzen“, heißt es in der Stellungnahme der TBAF, die zudem öffentlich machte, dass Aufsichtsratmitglied Martin Endemann aus der aktiven Fanszene von Redlich zum Rücktritt gezwungen worden sein soll, da der Vorstandsvorsitzende von TeBe Berlin andernfalls mit einem Rücktritt des Vorstands gedroht haben soll, was den Verein wohl in existenzielle Nöte gebracht hätte.
Faszination Fankurve berichtete). Die damals schon öffentlich bekannt gewordenen Konflikte haben sich im vergangenen Jahr scheinbar weiter verschärft. (Faszination Fankurve, 03.08.2018)
Hier geht es zur gesamten Stellungnahme Vorstand der Abteilung Aktive Fans (TBAF).
Hier geht es zur gesamten Stellungnahme der bisherigen Fanbeauftragten von TeBe Berlin.


