Knapp 1.200 Fans von Lokomotive Leipzig reisten gestern zum Chemnitzer FC, um ihre Mannschaft im Regionalliga Nordostduell zu unterstützen. Im Gästeblock leiteten die Lok-Fans das Spiel mit einer Choreografie ein, die mit Pyrotechnik untermalt wurde.
Die „Festung Fischerwiese“, wie die Fanszene des Chemnitzer FC das eigene Stadion gerne nennt, wurde dabei symbolisch in Brand gesteckt. So zeigten die mitgereisten Lok-Ultras am vorderen Zaun des Gästeblocks eine in Flammen stehende Festung. Im Hintergrund wurden dazu orangene und gelbe Zettel hochgehalten, die die Flammen symbolisieren sollten. Der gezündete schwarze Rauch sorgte dann für das tatsächliche Gefühl, dass die „Festung Fischerwiese“ in Flammen steht.
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Die mit schwarzem Rauch untermalte Choreografie der Lok-Fans gestern in Chemnitz.
Bild: kmsgentleman
Im anschließenden Regionalliga-Duell entwickelte sich das Chemnitzer Stadion tatsächlich wieder zu einer Festung, die vom Gegner nicht eingenommen werden kann. 7.438 Zuschauer in Chemnitz sahen, wie die Hausherren bereits nach zwölf Minuten durch Velkov mit 1:0 in Führung gingen und weitere vier Minuten später auf 2:0 erhöhten. In der 26. Minute verwandelte Frahn noch einen Foulelfmeter zum 3:0. Der CFC erzielte in der 60. Minute noch den Anschlusstreffer, dann fielen keine Tore mehr.
„Lokomotive!“ 👏#CFCLOK #fußballpur #supporter #gänsehaut #Leipzig 💙💛 pic.twitter.com/YniaCCDEjA
— 1. FC Lok Leipzig (@1fclokleipzig) 29. September 2018
In der Südkurve hingen gestern viele Zaunfahnen der aktiven Fanszene nicht. Die Ultras Chemnitz hatten aus Protest gegen Pläne des Insolvenzverwalters, der eine Ausgliederung ohne Befragung der Mitglieder anstreben soll, einen Stimmungsboykott ausgerufen (Faszination Fankurve berichtete über die Hintergründe), weshalb es auf Chemnitzer Seite gestern keinen organisierten Support gab. (Faszination Fankurve, 30.09.2018)
Lok-Fans auf dem Weg zum Spiel in Chemnitz:
29.09.2018 Germany 🇩🇪 Lokomotive Leipzig Hooligans in Chemnitz


