Fans wollen biometrische Überwachung in Stadien verhindern

Faszination Fankurve 04.01.2019 0 Kommentare

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Nachdem die niedersächsischen Politiker Uwe Schünemann (CDU) und Ulrich Watermann (SPD) biometrische Gesichtserkennungssystem in Fußballstadien ins Gespräch brachten, melden sich Eintracht Braunschweig, Hannover 96, VfL Osnabrück und VfL Wolfsburg-Fans in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Thema zu Wort.

Die niedersächsischen Fanszenen, die im bundesweiten Fanbündnis ProFans organisiert sind, wollen nicht, dass solche Systeme in Stadien in Niedersachsen getestet werden, da die Stadien „keine Versuchsfelder für paranoide Überwachungsfantasien vermeintlicher Innenexperten“ seien. Die aktiven Fans sehen in der Idee eine Gefahr für die Demokratie und einen Schritt in Richtung Überwachungsstaat. Die beteiligten Fanszenen kündigen in der Stellungnahme an, dass man Modellversuche mit biometrischer Überwachung in den Stadien „mit aller Entschlossenheit“ verhindern werde. (Faszination Fankurve, 04.01.2019)

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Politiker brachten zuletzt ein Pilotprojekt für biometrische Überwachung im Wolfsburger Stadion ins Gespräch.
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Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung von ProFans:

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Keine Experimente mit Fußballfans in Niedersachsen – ProFans wehrt sich gegen biometrische Gesichtserkennung in Fußballstadien.

Berlin, den 04.01.2019

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Politiker brachten zuletzt ein Pilotprojekt für biometrische Überwachung im Wolfsburger Stadion ins Gespräch.<br />
<p>Den in einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung formulierten Vorstoß der Politiker Schünemann (CDU) und Watermann (SPD), biometrische Gesichtserkennung per Videoüberwachung in niedersächsischen Fußballstadien testen zu wollen, erteilt das bundesweite Fanbündnis ProFans eine klare Absage. „Fußballfans sind mündige Bürger mit Grundrechten. Dieses gilt es zu respektieren und zu schützen. Fußballstadien in Niedersachsen und Deutschland sind keine Versuchsfelder für paranoide Überwachungsfantasien vermeintlicher Innenexperten“ stellt ProFans-Sprecher Jendrik Pufahl klar.</p>
<p>„Das neue Niedersächsische Polizeigesetz (NPOG) treibt offenbar – obwohl noch nicht einmal beschlossen – bereits erste Blüten“ so ProFans-Sprecher Jörn Jacobs weiter. „Sowohl das NPOG generell, als auch die biometrische Gesichtserkennung im Speziellen, sind ein Frontalangriff auf die Demokratie und ebnen den Weg in einen Überwachungsstaat. Dass zum wiederholten Mal Fußballfans als Versuchskaninchen für derartige gesellschaftspolitische Experimente herhalten sollen, hinterlässt uns fassungslos.“</p>
<p>Wenig glaubwürdig erscheinen die Forderungen der Politik vor dem Hintergrund des medialen Aufschreis über den kürzlich erfolgten Hackerangriff auf persönliche Daten von Politikern. Klar ist: die Datenschutzbestimmungen gelten sowohl für Politiker, als auch für Fußballfans in gleichem Maße.</p>
<p>Die ProFans angeschlossenen niedersächsischen Standorte kündigen schon jetzt an, etwaige Modellversuche zur biometrischen Gesichtserkennung in den Stadien mit aller Entschlossenheit zu verhindern.</p>
<p>ProFans Braunschweig<br />ProFans Hannover<br />ProFans Osnabrück<br />ProFans Wolfsburg</p>
<p>im Januar 2019</p>
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