Rekordgeldstrafe für Borussia Mönchengladbach

Faszination Fankurve 21.03.2019 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Weil Fans von Borussia Mönchengladbach am 21. Dezember 2018 im Gästeblock des Dortmunder Westfalenstadions eine große Pyroshow zeigten, zudem noch Böller gezündet und Feuerzeuge geworfen wurden, verurteilte das DFB-Sportgericht den Verein am Dienstag zur höchsten Geldstrafe, die der Club vom Niederrhein je zahlen musste.

Wegen mindestens 50 Bengalischen Fackeln, sieben Knallkörpern und drei Polenböllern sowie fünf in den Innenraum geworfenen Feuerzeugen muss Borussia Mönchengladbach insgesamt 80.000 Euro zahlen. Bis zu 25.000 Euro dieser Strafe darf der Verein für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen ausgeben.

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Pyroshow der Borussia Mönchengladbach-Fans im Gästeblock des Westfalenstadions.
Bild: Dirk Päffgen

Weil die Böller in der Nähe des Ordnungsdienstes explodierten, sollen damals fünf Ordner verletzt worden sein. Borussia Mönchengladbach stimmte dem Urteil bereits zu und erklärte: „Für uns ist die Höhe dieser Strafe eine neue Dimension und wir sind an einem Punkt, an dem wir uns Gedanken machen müssen, was wir tun können und müssen, um weiteren Schaden vom Verein fernzuhalten“, so Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers. „Wir können nicht hinnehmen, dass von einzelnen Tätern aus der Anonymität der Fankurve heraus Dinge passieren, die unserem Klub massiven Schaden zufügen und am Ende auch der ganzen Fanszene schaden werden.“ Deutliche Worte kamen auch von Thomas „Tower“ Weinmann, dem Leiter der Fanbetreuung in Mönchengladbach: „Wenn billigend in Kauf genommen wird, dass Menschen verletzt werden, wird eine Grenze überschritten. Der Einsatz von Böllern im Stadion gehört öffentlich geächtet, denn er ist kriminell. Wer Pyro einsetzt, aus welchem Grund auch immer, muss wissen, dass er damit am Ende nur dem eigenen Verein schadet – es sei denn, er gibt sich zu erkennen und steht für die Konsequenzen persönlich ein. Kollektivstrafen für die gesamte Fanszene will keiner. Deshalb können wir nicht deutlich genug davor warnen, was uns allen drohen könnte, wenn Dinge wie in Dortmund wieder passieren.“ (Faszination Fankurve, 21.03.2019)​

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Strafenkatalog
Januar 2019 – Juni 2019
Datum Verein/Land Strafe Grund
19.03.2019 Borussia Mönchengladbach 80.000 Euro Pyro, Böller und fliegende Feuerzeuge in Dortmund.
19.03.2019 FSV Zwickau 1.400 Euro Vier Rauchtöpfe beim Heimspiel gegen Jena.
15.03.2019 Dynamo Dresden 40.500 Euro Vorfälle auf St. Pauli.
15.03.2019 Hallescher FC 3.650 Euro Pyro und fliegende Gegenstände in Jena sowie beim Spiel in Lotte.
07.03.2019 FC Hansa Rostock 2.00 Euro Brennende Toilette beim Spiel in Wiesbaden.
07.03.2019 FC Hansa Rostock 41.950 Euro Pyro, Flitzer und fliegende Gegenstände beim Pokalspiel gegen Nürnberg sowie Pyro und Auseinandersetzungen in Jena.
07.03.2019 FC Hansa Rostock 41.950 Euro Pyro, Flitzer und fliegende Gegenstände beim Pokalspiel gegen Nürnberg sowie Pyro und Auseinandersetzungen in Jena.
07.03.2019 VfR Aalen 1.000 Euro Auseinandersetzungen mit Polizei und Ordnern in Wiesbaden am Eingang.
01.03.2019 1. FC Heidenheim 6.480 Euro Pyroaktion beim Heimspiel gegen Paderborn.
26.02.2019 1. FC Magdeburg 66.600 Euro Pyroaktion beim Heimspiel gegen Union Berlin.
20.02.2019 FC Hansa Rostock 350 Euro Rauchtopf beim Heimspiel gegen Unterhaching.
19.02.2019 SV Meppen 300 Euro Fliegender Becher beim Heimspiel gegen Kaiserslautern.
14.02.2019 FC Carl Zeiss Jena 12.800 Euro Auseinandersetzung, Pyro und Betreten des Innenraums beim Heimspiel gegen Rostock.
13.02.2019 Fortuna Düsseldorf 52.125 Euro Pyro in Mönchengladbach.
11.02.2019 FC Bayern München 15.000 Euro Papierrollen beim Heimspiel gegen Nürnberg.
05.02.2019 1. FC Köln 7.500 Euro Pyro und fliegende Becher in Regensburg.
05.02.2019 TSV 1860 München 4.200 Euro Pyro in Karlsruhe.
04.02.2019 SC Freiburg 1.500 Euro Pyro in Kiel.
04.02.2019 DSC Arminia Bielefeld 9.000 Euro Pyro in Kiel.
04.02.2019 FC Energie Cottbus 2.625 Euro Pyro in Rostock.
04.02.2019 Borussia Dortmund 62.000 Euro Pyro in Düsseldorf.
04.02.2019 Borussia Dortmund 62.000 Euro Pyro in Mainz.
31.01.2019 Hannover 96 25.500 Euro Pyro in Mainz.
31.01.2019 Dynamo Dresden 6.000 Euro Pyro in Köln.
31.01.2019 Spielvereinigung Fürth 9.600 Euro Pyro in Sandhausen.
31.01.2019 Hamburger SV 11.700 Euro Pyro in Duisburg und Kiel.
31.01.2019 FC Ingolstadt 1.700 Euro Fliegendes Feuerzeug und Pyro gegen Regensburg.
31.01.2019 BSG Chemie Leipzig 5.000 Euro Pyro und Bierbecher beim Pokalspiel gegen Paderborn.
30.01.2019 Eintracht Frankfurt 24.000 Euro Pyro in Berlin, wo zwei Fackeln in den Innenraum flogen.
30.01.2019 SSV Jahn Regensburg 3.500 Euro Fliegender Bierbecher gegen Köln.
30.01.2019 FC Energie Cottbus 4.200 Euro Pyro in Osnabrück.
30.01.2019 FC Hansa Rostock 3.000 Euro Fliegender Bierbecher gegen Osnabrück, Feuer auf Toilette in Duisburg gelegt, Pyro gegen Aalen.
29.01.2019 Fortuna Düsseldorf 13.000 Euro Pyro in Hannover.
29.01.2019 KFC Uerdingen 1.750 Euro Pyro beim Heimspiel gegen Rostock.
29.01.2019 FSV Zwickau 1.400 Euro Pyro in München.
28.01.2019 Eintracht Braunschweig 29.150 Euro Fliegende Bälle, die für Unterbrechung sorgten sowie Pyro in Münster.
28.01.2019 Hamburger SV 11.400 Euro Pyro in Aue.
28.01.2019 SC Paderborn 1.440 Euro Pyro beim Pokalspiel bei Chemie Leipzig.
28.01.2019 TSG Hoffenheim 1.000 Euro Pyro in Wolfsburg.
25.01.2019 1. FC Kaiserslautern 350 Euro Gezündete Fackel beim Auswärtsspiel in München.
24.01.2019 Würzburger Kickers 350 Euro Gezündeter Rauchtopf in Kaiserslautern.
24.01.2019 Eintracht Braunschweig 5.000 Euro Braunschweig nach dem Heimspiel gegen Uerdingen im Innenraum.
21.01.2019 Hallescher FC 13.475 Euro Pyro in Braunschweig.
17.01.2019 1. FC Kaiserslautern 900 Euro Fliegende Becher und Papierbälle in Unterhaching.
15.01.2019 Holstein Kiel 3.000 Euro Pyrotechnik in Paderborn.
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Pyroshow der Borussia Mönchengladbach-Fans im Gästeblock des Westfalenstadions.<br />
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