Weil die Abstimmungstechnik bei der gestrigen Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart nicht funktionierte, beendete Versammlungsleiter und VfB-Präsident Wolfgang Dietrich die Veranstaltung noch bevor über seine mögliche Abwahl abgestimmt werden konnte.
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Deutliche Botschaft wenige Tage vor der Mitgliederversammlung in unmittelbarer Nähe zum Vereinsgelände.
Bild: timo0711.blogspot.de
Dieses Chaos auf der Mitgliederversammlung sorgte für deutliche Unruhe, Protestrufe und „Dietrich raus!“-Gesänge im Neckarstadion. Ein Nachholtermin für die Mitgliederversammlung soll nun Mitte September 2019 gefunden werden. 4.536 Mitglieder kamen gestern ins Neckarstadion und wurden u.a. darüber informiert, dass die VfB Stuttgart 1893 AG im letzten Jahr einen operativen Verlust von 11,7 Millionen Euro machte, bei einem Umsatz von 154,4 Millionen Euro.
Anschließend scheiterten zwei Abstimmungsversuche, die mit Smartphones und verteilten Tablets über das WLAN durchgeführt werden sollte, das jedoch nicht funktionierte. Dietrich brach die Versammlung deshalb ab, bevor über seine Abwahl abgestimmt werden konnte. Dreiviertel der anwesenden Mitglieder hätten für eine Abwahl von Dietrich stimmen müssen, um ihn aus dem Amt zu werfen.
In der aktiven Fanszene vom VfB Stuttgart positionierten sich zahlreiche Gruppen und Fanclubs in den vergangenen Monaten bereits deutlich gegen Präsident Dietrich und forderten seinen Rücktritt. Zuletzt veröffentlichten die Ultras vom Schwabensturm eine ausführliche Abrechnung mit Dietrich. Die gestrige Mitgliederversammlung wird nicht dazu beigetragen haben, dass das Vertrauen in Dietrich gewachsen ist, eher wird das Gegenteil der Fall sein. (Faszination Fankurve, 15.07.2019)
#VfBMV wird abgebrochen pic.twitter.com/yvL6lJuYS4
— Riky (@RikyPalm) 14. Juli 2019


