In Gotha kam es gestern Abend gegen 22:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fußballfans. Etwa 150 FC Carl Zeiss Jena-Fans befanden sich auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel in Münster, als sie am Hauptbahnhof in Gotha von etwa 35 bis 50 teils mit rot-weißen Sturmhauben vermummten Personen angegriffen wurden.
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Intro der mitgereisten FCC-Fans gestern in Münster.
Bild: Klein-Muffi.de
Die Angreifer sollen Teile der Reisegruppe der FCC-Fans angegriffen und auf sie eingeschlagen haben, als diese in Gotha einen Aufenthalt hatten und etwa 100 FCC-Fans aus dem Zug stiegen. Laut Angaben der Polizei sollen bei den Auseinandersetzungen, die fünf bis zehn Minuten angedauert haben sollen, drei FCC-Fans verletzt worden sein. Die Landes- und Bundespolizei fuhr mit einem Großaufgebot nach Gotha und setzte sogar einen Hubschrauber zur Fahndung nach den Angreifern ein. Die Angreifer, die in Richtung Osten geflohen sein sollen, wurden jedoch nicht gefasst.
Später wurde von der Polizei noch der Bahnhof in Weimar gesichert, wo einige FCC-Fans wohnen und deswegen dort ausstiegen. Zu weiteren Angriffen soll es jedoch nicht gekommen sein. Die anderen FCC-Fans wurden die restliche Zugstrecke bis nach Jena von der Bundespolizei begleitet. Laut Vermutungen der Polizei könnte es sich bei den Angreifern um FC Rot-Weiß Erfurt-Fans gehandelt haben. RWE ist der große Rivale des FCC in Thüringen. Immer mal wieder kommt es zu Auseinandersetzungen beider Fanlager in dem Bundesland. Gotha, der Ort des Angriffs auf die FCC-Fans, liegt zwischen Eisenach und Erfurt. Von dort bis in die Landeshauptstadt Erfurt sind es nur etwa 25 Kilometer.
Auf dem Rückweg wurden die FCC-Fans in Gotha von Vermummten angegriffen.
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So sah der Gästeblock gestern im Preußenstadion am Ende der Partie aus.Bild: Klein-Muffi.de


