Der 3. Spieltag der 1. Bundesliga wurde am Freitagabend mit der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Rasenballsport Leipzig eröffnet. Die Borussia-Fans protestierten in den ersten 19:00 Minuten wieder, wie zuvor angekündigt, mit Pfiffen und Rufen gegen RB Leipzig.
„Keine Akzeptanz für RB!“, lautete die Botschaft, die schon vor Anpfiff vor der Nordkurve hing. Die Ultras von Sottocultura und der FPMG Supporters Club hatten im Vorfeld der Partie die erneuten Proteste der Mönchengladbach-Fans angekündigt und erklärt: „RB Leipzig ist kein normaler Verein – nicht einmal ein Verein, sondern ein von einem Konzern erschaffener Werbeträger. Es gibt keine Wurzeln, keine Geschichte. Es geht nicht um Sport, nicht um Erfolge und Niederlagen. Marketing und Profit sind die Gründe, weshalb dieses Konstrukt existiert. Hier unterstützt kein Sponsor einen Verein, sondern ein Unternehmen erschafft sich eine Marionette und pumpt diese im extremen Ausmaß so groß, dass sie als perfekter Werbeträger für die eigenen Zwecke dient. Mitgliederbestimmung, die 50+1-Regel und ganz grundsätzliche Werte eines Fußballvereins spielen keinerlei Rolle“ (Faszination Fankurve berichtete).
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Die Nordkurve protestierte 19:00 Minuten lautstark gegen RB Leipzig.
Bild: Dirk Päffgen
So kam es dann am Freitag auch, dass im Borussia-Park in den ersten 19 Minuten bei Ballbesitz von RB Leipzig lautstark mit Trillerpfeifen gepfiffen wurde. In der Nordkurve hingen wieder die „Traditionsverein seit 1900“-Banner statt der üblichen Mönchengladbacher Zaunfahnen. Mit dieser Botschaft protestierten Mönchengladbach-Fans schon beim Heim- und Auswärtsspielen gegen RB Leipzig und stellten dabei die eigene Vereinshistorie in den Vordergrund, die die junge Geschichte vom Projekt Rasenballsport in den Schatten stellt.
Das Spruchband von Sottocultura.
Bild: Dirk Päffgen
Während RB Leipzig-Anhänger im Gästeblock noch ein „60.000 Pfeifen im Pony-Park! Reicht doch, dass wir Freitag hier her müssen“-Spruchband zeigten, mit dem auf den angekündigten Protest der Heimfans und auf die fanunfreundliche Anstoßzeit eingegangen wurde, reagierten die Sottocultura Ultras mit einem „Ihr könnt auch 40.000 Backpfeifen haben, ihr Kunden!“-Spruchband, das sich an die Anhänger im Gästeblock richtete.
Das Spruchband im Gästeblock.Bild: facebook.com/pugbowler


