Erster deutscher Verein zieht wegen Strafe vor Zivilgericht

Faszination Fankurve 19.12.2019 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Der FC Carl Zeiss Jena hat sich endgültig entschieden, wegen vom DFB verhängten Strafen für Pyroaktionen vor ein ordentliches Gericht zu ziehen. Die Vereinsgremien des Drittligisten stimmten dem Gang vor ein Zivilgericht zu. Der Verein ist damit der erste Club in Deutschland, der wegen einer Pyrostrafe diesen Weg bestreitet.

Nachdem das Ständige Schiedsgericht als letztmögliche Instanz beim DFB den Einspruch des FCC abgelehnt hatte, geht nun ein solcher Fall erstmals vor ein ziviles Gericht. FC Carl Zeiss Jena-Geschäftsführer Chris Förster bestätigte dem MDR nun, dass die Vereinsgremien des FCC dem Gang vor ein Zivilgericht zustimmten. Die Gerichtsentscheidung könnte zum Präzedenzfall werden. Sollte der FC Carl Zeiss Jena vorm Zivilgericht Recht bekommen, könnte dies das Strafensystem des DFB bei Fanvergehen, zumindest in seiner heutigen Form, zu Fall bringen.

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Alleine wegen abgebrannter Pyrotechnik beim Pokalspiel gegen Union Berlin verlangt der DFB über 20.000 Euro vom FCC.
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Der Drittligist hat die Rechtsauffassung, dass eine Strafe nicht ohne Schuld ausgesprochen werden darf (Faszination Fankurve berichtete). Chris Förster nannte in der Vergangenheit das Beispiel des DFB-Pokalfinales, bei dem es der DFB selbst nicht schaffe, Pyrotechnik aus dem Berliner Olympiastadion zu verbannen. Der FCC habe demnach bei seinen Heimspielen, bei denen die Strafen wegen Pyrotechnik ausgesprochen wurden, alles versucht, um Pyroaktionen zu verhindern und der DFB zeige mit dem Pokalfinale in Berlin selbst, dass ein Einschmuggeln von pyrotechnischen Gegenständen in der Praxis nicht komplett verhindert werden kann. Im Falle des DFB-Pokalfinales bestraft das DFB-Sportgericht die Finalteilnehmer, nicht jedoch sich selbst. Beim FC Carl Zeiss Jena sieht man nicht mehr ein, Strafen an den DFB wegen Pyrovorfällen zu zahlen, obwohl man diese nicht verhindern könne. (Faszination Fankurve, 19.12.2019)

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Alleine wegen abgebrannter Pyrotechnik beim Pokalspiel gegen Union Berlin verlangt der DFB über 20.000 Euro vom FCC.<br />
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