Die Fanszene vom 1. FC Union Berlin nutzte das gestrige Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer der 1. Bundesliga, um den Protest gegen Rasenballsport Leipzig und Red Bull auf die Straßen der Messestadt zu tragen. Der Fußball wurde dabei symbolisch zu Grabe getragen.
Hinter einer „In Leipzig stirbt der Fußball“-Botschaft zogen hunderte FC Union-Fans, die überwiegend in Schwarz gekleidet waren, mit einem Sarg und Kreuzen in der Hand vom Leipziger Hauptbahnhof zum ehemaligen Zentralstadion. Vorm Stadion wurden Sarg und Kreuze abgelegt und der „ehrlicher Fußball“ symbolisch ebenso beerdigt, wie das „Ehrenamt“, die „Fankultur“, „Tradition, „50+1“, „Mitbestimmung, „Emotion“ und „Stehplätze“.
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Vorm ehemaligen Zentralstadion wurden Sarg und Kreuze abgelegt.
Bild: Die Eisernen
Zahlreiche Fangruppen und Fanclubs von Union Berlin hatten im Vorfeld der Partie für den Protestmarsch mobil gemacht und einen 15 Minuten langen Stimmungsverzicht im Stadion in Leipzig angekündigt (Faszination Fankurve berichtete). Weil die FCU-Fans seitens RB Leipzig eine Zensur erwartet haben, wurde der Protest auf die Straße getragen. Die Kreuze und der Sarg wurden vor den Stadiontoren abgelegt. Im Stadion schwiegen die FCU-Fans anschließend, wie angekündigt, in der Anfangsviertelstunde. Der Gästeblock wurde erst kurz vor Anpfiff geschlossen betreten.
Die Führungstreffen für den FCU durch Bülter fiel nach zehn Minuten und damit noch in die Protestphase. Nach 15 Minuten starteten die FCU-Fans ihren lautstarken Support hinter ihrem „1. Fußballclub Union Berlin“-Banner mit einer Schalparade. Mit einer in Einzelteilen eingeschmuggelten „Support you local football club – In Leipzig nur Chemie und Lok!“-Botschaft schafften es die FCU-Fans später doch noch den Protest gegen RB Leipzig auch optisch innerhalb des Stadions zu zeigen.
Botschaft der FCU-Fans im Gästeblock in Leipzig.
Bild: druebergehalten


