Nach einer langen Genehmigungsprozedur durften Ultras vom Hamburger SV am vergangenen Samstag mit Zustimmung von Verein, DFB, Polizei, Feuerwehr und Brandschutzbehörde legal insgesamt zehn Rauchfackeln vor der Nordtribüne des Volksparkstadions zünden (Faszination Fankurve berichtete).
Der Hamburger SV hat im Nachgang des Zweitligaspiels gegen den Karlsruher SC, bei dem die legale Pyroaktion durchgeführt wurde, die eigenen Dauerkarteninhaber zu der durchgeführten Pyroaktion befragt und nun erste Ergebnisse dieser Umfrage, an der sich bisher knapp 5.000 HSV-Fans beteiligt haben, veröffentlicht.
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So sah die legale Pyroaktion der HSV-Fans am vergangenen Samstag aus.
Bild: hsv-sc.de
Demnach gaben 98 Prozent der HSV-Fans an, dass sie ein sicheres Gefühl während des Abbrennens hatten. 95 Prozent der Hamburg-Fans fühlten sich durch die Pyroaktion auf ihren Plätzen im Volksparkstadion nicht eingeschränkt und 89 Prozent würden es begrüßen, wenn der Hamburger SV in Zukunft erneut Anträge für das Abbrennen von Pyrotechnik stellen würde.
Cornelius Göbel, Abteilungsleiter Fankultur des HSV, freut sich über die Umfrageergebnisse und erklärt: „Schon die große Anzahl der Umfrageteilnehmer zeigt, dass es sich um ein wichtiges Thema handelt. Gleichzeitig macht Göbel nochmal deutlich, dass die HSV-Ultras wegen dieser einen legalen Aktion jetzt nicht aufhören werden unangemeldete Pyroaktionen durchzuführen, wie sie es in der Vorwoche in Bochum machten: „Man hat gemerkt, dass das Experiment mit sehr hohen Erwartungen verbunden ist. Nach dem Motto: Die Ultras haben ihre offizielle Pyro-Show bekommen, jetzt muss Schluss sein mit den Bengalos. Aber auf Subkulturen kann man dieses lineare Denken – wenn dieses passiert, muss danach jenes passieren – nicht anwenden. Die erfolgreiche Aktion bedeutet nicht, dass die Zündelei in allen Stadien nun abrupt aufhört. Es handelt sich um einen Prozess. Aktuell ist es schwierig, die Entwicklung vorherzusehen.“
Illegale Pyroaktion der HSV-Ultras in der Vorwoche in Bochum.
Bild: Photomafia-Bochum.de


