Die Nordwestkurve Frankfurt fordert in der aktuellen Debatte eine komplette Neuausrichtung des Profifußballs in Deutschland. Die Fans von Eintracht Frankfurt haben konkrete Forderungen aufgestellt, mit denen zum sportlichen Wettbewerb zurückgefunden werden soll, der nicht ausschließlich finanzielle Interessen verfolgt.
So fordert der Nordwestkurve-Rat beispielsweise eine vollständige Rückkehr zur 50+1-Regel in Deutschland, ohne jegliche Ausnahmen. Vereine, die eine Ausnahmegenehmigung erhalten haben, müssten demnach in einem bestimmten Zeitraum den Einfluss ihrer Investoren wieder begrenzen.
In den Zeiten der Corona-Krise gibt es im Fußball-Business wieder vermehrt Äußerungen, die eine Abschaffung der 50+1-Regel in Deutschland fordern. Die Nordwestkurve Frankfurt erklärt, dass der deutsche Fußball durch eine weitere Öffnung für Investoren noch mehr erkranken und an Bodenhaftung verlieren würde. Deshalb wollen die SGE-Fans, dass der Profifußball einen Schritt zurück geht und die 50+1-Regel in Deutschland wieder konsequent durchgesetzt wird.
Auch Höchstgrenzen an Geldern, die Clubs für Spielergehälter, Berater und Ablösesummen ausgeben dürfen, sind Teil des Konzepts vom Nordwestkurven-Rat. Weiter sieht das Konzept der Eintracht-Fans vor, dass Sponsorenzahlungen nur zu üblichen Marktpreisen erfolgen dürfen, minderjährige Spieler nicht zur Ware gemacht werden, das Verleihen von Spielern begrenzt wird und Anteilsverkäufe nur nach Zustimmung der Mitgliedschaft erfolgen dürfen. (Faszination Fankurve, 14.05.2020)
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Die leere Nordwestkurve beim Geisterspiel der Eintracht gegen den FC Basel.
Bild: Eintracht-Online.net
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Nordwestkurve Frankfurt:
Aus der Corona-Krise lernen: Wir brauchen ein neues Fußballsystem!
Sie kommen nun also wirklich, die Geisterspiele einer Bundesliga, die mit den ersten Corona-bedingten Einschränkungen des Spielbetriebs den finanziellen Existenzkampf ausgerufen hat. Das breite Echo an berechtigter Kritik zeigt, dass sich das Milliardengeschäft Bundesliga nicht nur von uns Fußballromantikern und -idealisten, sondern auch von weiten Teilen der Gesellschaft abgekoppelt hat. Der Drang der Vereine und demnach auch der DFL nach einer Fortsetzung der Bundesliga ist aus ihrer Sicht nachvollziehbar. Ob wir es gut finden, steht dagegen auf einem anderen Blatt Papier.


