Heute ist die 27. Folge des Podcasts von Faszination Fankurve in der „Football was my first love“-App erschienen, in der wir auf unsere Berichterstattung im November 2007 zurückblicken. Thema war damals u.a. der erste Erfolg des Fanrechtsfonds, der Tod von Gabriele Sandri und neue Stadionverbotsrichtlinien des DFB.
Der erste vom Fanrechtefonds unterstützte Fußballfan kam zu seinem Recht. Der 1.FC Köln hatte gegen den Eintracht Frankfurt-Fan bundesweites Stadionverbot ausgesprochen. Dieses musste der FC nach einem Gerichtsurteil aufheben, da eine Beleidigung demnach nicht für ein Stadionverbot reichte. Der Fanrechtefonds erhoffte sich dadurch eine Signalwirkung für den deutschen Fußball.
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Am 11. November 2007 wurde Lazio-Fan Gabriele Sandri auf dem Weg zum Auswärtsspiel von einem Polizisten erschossen.
Bild: PLU
Der Lazio-Fan Gabriele Sandri wurde auf dem Weg zum Spiel bei Inter Mailand auf einer Autobahnraststätte von einem Polizisten erschossen. Zu seiner Beerdigung kamen etwa 10.000 Menschen, darunter Fans aus ganz Italien. Nach den Vorkommnissen wollte die italienische Regierung ganze Kurven in den Stadien schließen lassen und Gästefans generell verbieten.
In England hatten die Macher von „My football club“ 50.000 Anteilszeichner gefunden und Angebote für die Übernahme eines Clubs abgegeben. Man einigte sich mit dem Fünftligisten Ebbsfleet United FC. Der Verein war von der Übernahme begeistert.
Eine turbulente Jahreshauptversammlung gab es beim FC Bayern München. Uli Hoeneß sprach von „populistischer Scheiße“ und Fans, die für Stimmung verantwortlich seien. „Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?“ fragte Hoeneß in den Saal. Auch Karl-Heinz Rummenigge hielt sich alles andere als zurück. Die Fanvereinigung Club Nr.12 gab später per Stellungnahme an, das sie sich nicht an einer medialen Schlammschlacht beteiligen werden.
Die Aktion der FCK-Fans beim Heimspiel gegen Mainz.Bild: Stadionwelt
Der Deutsche Fußball Bund hatte die Richtlinien zur Verhängung von Stadionverbote transparenter, gerechter und einzelfallbezogener gestaltet. Die Höchstdauer von fünf auf drei Jahre reduziert und die Heimatvereine sollten stärker in das Verfahren eingebunden werden. Zu Beginn 2008 traten die neuen Richtlinien in Kraft. Hertha BSC hatte beim Thema Stadionverbote neue Wege eingeschlagen. Im Berliner Olympiastadion wurden nur noch Tageshausverbote ausgesprochen.
Beim Zweitligisten TuS Koblenz durften keine Zaunfahnen mehr aufgehängt werden. Dazu entschieden sich Polizei und der Sicherheitsbeauftragte aufgrund Vorkommnisse bei vorigen Spielen. Fahnen durften nur noch in den Innenraum gelegt werden. Diese und weitere Themen könnt ihr hier in der 27. Folge des Podcasts von Faszination Fankurve in der „Football was my first love“-App nachhören. (Faszination Fankurve, 16.06.2020)


