Am Samstagabend kam es vor 74.667 Fans im ausverkauften Olympiastadion zum Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin. Beide Fanszene organisierten vor dem Spiel Märsche. Im Stadion zeigten beide Fanlager Choreografien und zündeten Pyrotechnik.
„Von Spandau bis nach Hellersdorf, vom Wedding bis Neukölln, von Zehlendorf bis JWD, gibt’s nur Hertha BSC“, lautete das Motto der Aktion in der Ostkurve, wo eine Blockfahne ausgebreitet wurde und hinter einem durchsichtigen Hertha BSC-Schriftzug Pyrotechnik gezündet wurde. Plastiküberzieher im Unterrang der Ostkurve ergaben zudem ein blau-weißes Balkenmuster. Mit einer „Windhorst und Gegenbauer raus!“-Botschaft positionierte sich die Ostkurve noch im Machtkampf zwischen Investor und Präsident, stärkte dabei jedoch keinem der beiden den Rücken.
Die etwa 15.000 angereisten Union-Fans hatten sich im Vorfeld mit einheitlichen Choreo-Schals eingedeckt, die von der Fanszene zum Preis von zehn Euro verkauft wurden. Gemeinsam mit einer überdimensionalen Version des Schals ergab sich so die Choreografie im geteilten Gästeblock. Auf beiden Seiten des Gästeblocks wurden zudem noch Bengalische Fackeln gezündet.
Die Hertha BSC-Fanszene hatte im Vorfeld des Derbies den Lietzensee als Treffpunkt ausgerufen, um von dort zum Olympiastadion zu laufen, die Union-Fans trafen sich am Savignyplatz in Berlin-Charlottenburg.
Auf dem Rasen gewannen die Gäste aus Köpenick deutlich mit 4:1. Während die Union-Spieler somit nach Abpfiff ausgiebig mit den Fans im Gästeblock feierten, wurden Hertha BSC-Spieler von den eigenen Fans aufgefordert ihre Trikots auszuziehen. (Faszination Fankurve, 10.04.2022)



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