Südtribüne Dortmund nimmt sich mögliche DFL-Investoren vor

Faszination Fankurve 08.05.2023 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Auf der Südtribüne Dortmund setzten die Fans von Borussia Dortmund beim gestrigen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ihren Protest gegen einen Investoreneinstieg bei der DFL fort. Neben der großen „Nein zu Investoren in der DFL!“-Botschaft vor der Südtribüne nahmen sich die BVB-Fans dieses Mal die potenziellen Investoren selbst vor.

Laut Medienberichten stehen noch vier mögliche Investoren zur Wahl. Auf einer Mitgliederversammlung der DFL sollen am 24. Mai 2023 diese möglichen Investoren genauer geprüft werden. Ebenso steht eine Entscheidung an, ob ein Investoren-Einstieg überhaupt forciert werden soll. Die Südtribüne Dortmund lieferte nun Argumente gegen die laut Medienberichten verbliebenen vier Investoren-Kandidaten.

„Privat Equity bedeutet: Maximale Gewinne statt langfristiger Lösungen“, „CVC – Investorenkonflikt mit La Liga vorprogrammiert“, „Mit EQT wird aus eurem Saab auch keine S-Klasse“, „DFL: Mit KKR als Investor bald endgültig auf Bild Niveau angekommen“ und „Blackstone präsentiert nach Kinderarbeit bald auch Bundesliga in den USA“ war deshalb vor Beginn der 2. Halbzeit des gestrigen Bundesliga-Spiels auf der Gelben Wand zu lesen.

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CVC aus Luxemburg ist bereits an den audiovisuellen Rechten der spanischen La Liga beteiligt. Die BVB-Fans befürchten hier einen Interessenskonflikt, falls CVC auch an den Bundesliga-Übertragungsrechten beteiligt wird. Der ehemalige Hertha BSC-Investor KKR hält in Deutschland unter anderem Anteile an Axel Springer SE, zu deren Flaggschiffen die Bild-Zeitung gehört. In den USA veröffentlichten New York Times und NBC zuletzt Recherchen über Kinderarbeit. Geflüchtete minderjährige Kinder würden demnach in den USA in Schlachthöfen arbeiten. Bei den Recherchen geriet auch eine Firma des Investment-Riesen Blackstone in den Fokus, worauf die BVB-Fans nun mit ihrem Plakat zu Blackstone anspielten.

Im Raum steht die Zahlung von zwei Milliarden Euro durch einen Investor, der im Gegenzug 20 Jahre lang mit 12,5 Prozent an den Erlöse einer neuen Tochterfirma der DFL beteiligt werden soll. 40 Prozent der Einnahmen sollen für Digitalisierung und Internationalisierung der DFL ausgegeben werden, 45 Prozent für Infrastruktur der Clubs. Die restlichen 15 Prozent stünden den Vereinen zur freien Verfügung. Fußballfans in ganz Deutschland protestieren seit Monaten gegen die DFL-Pläne rund um einen Investoren-Einstieg. Die BVB-Fanszene hat sich neben Protesten im Stadion auch mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet. (Faszination Fankurve, 08.05.2023)

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