„Fußballterror im Finale“: Impressionen vom DFB-Pokalfinale

Faszination Fankurve 04.06.2023 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die Ultras von Eintracht Frankfurt hatten zum gestrigen DFB-Pokalfinale eine mehrteilige Choreografie in der Ostkurve des Olympiastadions vorbereitet. Außerdem zündeten die SGE-Ultras hinter einer „Fußballterror im Finale“-Botschaft zahlreiche Bengalische Fackeln. Dazu wurden Raketen abgefeuert.

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Mit Raketen und Böllern nahmen die Frankfurter Ultras zuvor bereits die Spieler von Rasenballsport Leipzig in Empfang, als diese zum Warmmachen den Rasen des Olympiastadions betraten. Die Anhänger von RB Leipzig, die im Olympiastadion deutlich in der Unterzahl waren, machten sich am Samstagabend mit rotem Rauch bemerkbar. Eine geplante Choreografie fand nicht statt: „Teile der heutigen Choreo haben die Auflagen des DFBs nicht  erfüllt. Umso wichtiger ist es, dass ihr alle in rot kommt, sodass trotzdem ein angemessenes und einheitliches Bild entsteht!“, teilten die Rasenballisten dazu mit.

Die Berliner Polizei war anlässlich des Finals mit 1.500 Kräften im Einsatz. „Am Theodor-Heuss-Platz in Westend kamen gegen 14.40 Uhr zunächst 200 Personen zusammen. Rund eine Stunde später hatte sich deren Zahl auf rund 700 Menschen erhöht. Unbekannte zündeten kurz nach 16 Uhr an der Ecke Reichsstraße zwei Nebeltöpfe. Gegen 16.20 Uhr setzte sich der Fanmarsch mit etwa 3.000 Personen in Bewegung und erreichte nach rund einer halben Stunde mit nunmehr knapp 12.000 Fans den Olympischen Platz. Unterwegs wurden etwa 220 Aufkleber an geparkten Fahrzeugen angebracht, die bis auf einen wieder rückstandslos entfernt werden konnten, so das eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigt eingeleitet wurde. Während des Fanmarsch legten einzelne Personen Vermummung an oder zündeten Pyrotechnik. Hierbei erlitten drei Einsatzkräfte Verletzungen, konnten aber ihren Dienst fortsetzen. Acht Personen wurden festgenommen. Im Umfeld der Spielstätte kam es zu einzelnen Straftaten wie Beleidigungen, Körperverletzungen, Hausfriedensbrüchen sowie dem Zünden von Pyrotechnik oder Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hierzu wurden die entsprechenden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Spiel wurde gegen 20 Uhr im mit annähernd 75.000 Zuschauenden ausverkauften Stadion angepfiffen. Kurz nach dem Spielbeginn kam es zum Abbrennen und dem Werfen von pyrotechnischen Erzeugnissen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kam es in beiden Fanlagern erneut zu solchen Szenen. Sämtliche Geschehnisse dokumentierten die Einsatzkräfte beweissicher. Nach dem Spielende gegen 21.45 Uhr und der anschließenden Siegerehrung gerieten im Reportergraben abgelegte Fanutensilien vermutlich durch gezündete Pyrotechnik in Brand. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen. 18 Polizistinnen und Polizisten verletzten sich durch die eingeatmeten Rauchgase, blieben aber im Dienst. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat hierzu die Ermittlungen übernommen. Insgesamt kam es zu 42 freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. 36 Einsatzkräfte wurden durch Einatmen von Gasen gezündeter Pyrotechnik, den zuvor genannten Rauchgasen oder wegen Knalltraumata verletzt. Keiner von ihnen musste jedoch den Dienst beenden. Es wurden 24 Ermittlungsverfahren eingeleitet“, so die Bilanz der Berliner Polizei. RB Leipzig gewann das Finale mit 2:0 und sicherte sich somit zum zweiten Mal in Folge den DFB-Pokal. (Faszination Fankurve, 04.06.2023)

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