Seit Saisonbeginn sorgt eine neue digitale Werbebande vor der Westtribüne für Ärger zwischen der aktiven Fanszene und dem Vorstand von Holstein Kiel. Diese nehme den Holstein Kiel-Fans die Möglichkeit die Block 501-Zaunfahne zu platzieren und Choreografien mit einem sichtbaren Spruchband durchzuführen.
Die Fanszene wandte sich deshalb zu Saisonbeginn in einem offenen Brief an den Vorstand und forderte darin den Rückbau der neuen LED-Bande. Nach einer weiteren Stellungnahme der Fanszene zum Thema und einer seit Saisonbeginn platzierten „Fußball – Freiheit – Fanatismus“-Fahne ging dieser Konflikt beim heutigen Heimspiel von Holstein Kiel gegen den SC Paderborn in die nächste Runde.
Zunächst führte die KSV-Fanszene eine „Dem Vorstand die rote Karte zeigen!“-Aktion durch und hielt dabei rote Karten auf der Westtribüne hoch. Kurz nach Anpfiff kletterten vermummte Holstein-Ultras Richtung Innenraum und zogen der neuen LED-Bande den Stecker. Dadurch waren die Werbeeinblendungen nicht mehr zu sehen.
Zudem thematisierten die Ultras von Holstein Kiel noch den umstrittenen Polizeieinsatz am Kieler Hauptbahnhof gegen 1. FC Magdeburg-Fans im Nachgang des letzten Heimspiels und forderten via Spruchband: „Wo Cops Selfies im Gleisbett knipsen müssen Fußballfans in Zügen schwitzen – Reisefreiheit für Fußballfans“. Während dieses Spruchband hochgehalten wurde, blieb die umstrittene Werbeband vor der Westtribüne wegen des gezogenen Stromkabels schwarz.
Auch die mitgereisten Fans des SC Paderborn solidarisierten sich mit den Holstein-Fans. Am Zaun des Gästeblocks im Holstein-Stadion wurde eine „Ich bin eine Zaunfahne und brauche Platz!“-Botschaft platziert. (Faszination Fankurve, 02.09.2023)
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