„Unverhältnismäßige Kollektivstrafen“: Aktive TSV 1860-Fanszene nicht im Preußenstadion

Faszination Fankurve 18.10.2023 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Beim Auswärtsspiel des TSV 1860 München am 15. Oktober 2023 bei Preußen Münster blieb die aktive Fanszene der Münchener außerhalb des Preußenstadions. Grund war laut Verein eine „unverhältnismäßige Kollektivstrafe“, die vom Heimverein gegen einen Teil der TSV 1860-Fanszene ausgesprochen wurde.

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Nach Rücksprache des TSV 1860 München mit den betroffenen Gruppierungen, dem SC Preußen Münster, der Autobahnpolizei Dortmund und der Polizei Münster ergab sich für die Löwen folgender Kenntnisstand: Auf der Anreise der Löwenfans seien im Bereich der Autobahnpolizei Dortmund kleinere Sachbeschädigungen von wenigen Mitgliedern einer Fangruppierung des TSV 1860 München festgestellt worden. Aufgrund polizeilicher Maßnahmen sei dies auch dem SC Preußen Münster mitgeteilt worden, der schnell ein Hausverbot für die gesamte Fangruppe erteilt habe. Eine in solch einem Fall übliche Rücksprache mit dem TSV 1860 München habe es in Bezug auf diese Entscheidung nicht gegeben, erklärt der TSV auf seiner Vereinshomepage.

Trotz dessen hätten die Löwenfans nach Rücksprache mit der Autobahnpolizei Dortmund ihre Fahrt nach Münster fortgesetzt, wo sie von der Polizei Münster empfangen wurden. Diese habe den Fans dann aufgrund des Hausverbots beim SC Preußen Münster einen Platzverweis für die Stadt Münster erteilt. Weitere Teile der Fanszene betraten aus Solidarität mit den ausgesperrten Fans das Stadion im Anschluss ebenfalls nicht. Daher sei die aktive Fanszene schon vor dem Abpfiff der Partie wieder auf dem Heimweg nach München gewesen, ohne das Spiel gesehen zu haben.

Zu den Vorkommnissen teilt der TSV 1860 München in seiner Stellungnahme mit: „Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse empfinden wir die durch den SC Preußen Münster und die Polizei Münster ausgesprochenen Kollektivstrafen als überzogen und unnötig. Dies hat der Geschäftsführer des TSV 1860 München den Verantwortlichen vor Ort bereits in aller Deutlichkeit mitgeteilt. Nur durch die gute Zusammenarbeit der Fanbetreuung und der Abteilung Spielbetrieb/Sicherheit des TSV 1860 München mit den eigenen Fans und die besonnene Reaktion der aktiven Fanszene konnte eine mögliche Eskalation verhindert werden.“ (Faszination Fankurve, 18.10.2023)

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