Mit 52.000 Fans war das Zweitligaspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Kaiserslautern nicht ausverkauft, sondern ausverschenkt. Es war schließlich die Premiere des „Fortuna für alle“-Konzeptes mit durch Sponsoren finanzierte Freispiele.
Verein und Fanszene einigten sich bereits im Vorfeld darauf, dass die Südtribüne in den Händen der Fortuna-Fans bleibt. Durch den kostenlosen Eintritt war ein Eventpublikum auch im Süden befürchtet worden. „Wir wollen keine Eventisierung. Wir wollen einfach nur Fußball. Das Ergebnis heißt: Die Süd bleibt Freiraum der Fortuna-Fans! Gemeinsam mit dem Verein haben wir uns darauf verständigt, dass die Karten für die Südtribüne nie Teil des sonstigen Verteilungsschlüssels sein werden und die Tickets durch die Fanorganisationen und ihre Mitglieder selbst verteilt werden. Das bedeutet, dass die Kurve weiter den Fans von Fortuna Düsseldorf vorbehalten bleibt“, machte die Fanszene von Fortuna Düsseldorf schon im Vorfeld deutlich.
Beim gestrigen Heimspiel war auf der Südtribüne ein „Fotobox, Parkzettel und sonstiger Scheiß – Euer Marketing: Aufmerksamkeit um jeden Preis – Der Moment, bei dem der Verein den Bezug zur Basis verliert!“-Spruchband zum Thema zu lesen. „Um ein volles Haus zu generieren, muss die Fortuna einen Marketinggag kreieren“, stand auf einem Plakat der Generation Luzifer im Gästeblock geschrieben.
Im Gästeblock leiteten die mitgereisten Gästefans zuvor die Samstagabendpartie mit einer „Betze lebe lang!“-Choreografie mit tausenden Fahnen und Pyrotechnik ein. Auf der Südtribüne lautete das Motto der Choreografie hingegen „Das ist Fortuna – Das sind wir“. Auch hier kam Pyrotechnik zum Einsatz.
Nach einer guten Stunde lagen die Gäste aus der Pfalz bereits mit 3:0 vorne, was vor allem bei den etwa 7.000 FCK-Fans für Jubel sorgte. Im Anschluss an die 3:0 Führung wurde FCK-Spieler Ragnar Ache von einer geworfenen Plastikflasche am Kopf getroffen. Schiedsrichter Thomas Stein unterbrach die Partie daraufhin. Zu einem Spielabbruch kam es jedoch nicht. Der FCK behielt sich deshalb vor, Einspruch gegen die Spielwertung zu legen.
Zwischen der 36. und 63. Spielminute erfolgte die Aufholjagd der Fortuna, die die Partie durch Tore von Tanaka, Zimmermann und Klaus noch drehte. Am Ende jubelten die etwa 45.000 Fortuna-Fans über einen Heimsieg. (Faszination Fankurve, 22.10.2023)
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