Im Nachgang des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden forderte DFB-Spieler Niclas Füllkrug einen Vorsänger für die Nationalmannschaft. Er habe beim Länderspiel im Frankfurter Waldstadion sowas wie eine entstehende „Euphorie“ erlebt.
„Jetzt brauchen wir nur noch einen Vorsänger“, lautete der Vorschlag von Füllkrug in seinem Statement nach Abpfiff. Demnach würde eine kleine Gruppierung benötigt, die während der Europameisterschaft 2024 in Deutschland den Takt im Stadion vorgeben solle. Gegen die Niederlande wollten die Fans die Nationalmannschaft nach Auffassung von Füllkrug anfeuern, seien jedoch nicht auf einen Nenner gekommen, weshalb der DFB-Stürmer seinen Aufruf platzierte.
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Anders als in der Bundesliga gibt es bei Länderspielen kein Stimmungszentrum, keinen organisierten Support und keine Ultras, die geschlossen als Motor der Kurve auftreten. Die Zeiten, in denen der Vorsänger der Ultras Frankfurt wie beim letzten Spiel im alten Wembley Stadion in England eine Humba anstimmte und circa 8.000 deutsche Fans mitmachten, werden wohl nicht wieder zurückkehren.
Die in der Bundesliga aktiven Fanszenen haben der Nationalmannschaft und einem Verband, der Pyrotechnik und friedlichen Fanprotest sanktioniert, weitestgehend den Rücken zugewandt. Ob bei den Länderspielen nochmal bessere Stimmung aufkommt, hängt wohl an der Vernetzung der übriggebliebenen sangesfreudigen Fans, ob Fanclub Nationalmannschaft Mitglied oder nicht.
Der DFB versuchte zuletzt selbstorganisierte Fankultur bei Länderspielen durch die Einführung von offiziellen Fanclubs abseits des Fanclubs Nationalmannschaft zu fördern. Mit Ticketpreisen von teilweise nur zehn Euro und der Wiedereinführung von Stehplätzen gab es weitere Orientierungen an Faktoren, die in der Bundesliga positiven Einfluss auf die Stimmung haben.



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