Rasenballsport Leipzig hat zuletzt die Dauerkarten von 30 Anhängern eingezogen. Der Club reagierte damit auf Pyroaktionen von RB Leipzig-Anhängern bei den Auswärtsspielen in Heidenheim und Frankfurt in der Saison 2023/24. Nun meldete sich die „Aktive Fanszene Rasenballsport Leipzig“ zum Thema zu Wort.
Demnach seien vom Dauerkarten-Entzug Trommler und Vorsänger betroffen. RB Leipzig habe nicht nur die Pyroshows bei den Auswärtsspielen sondern auch eine Aktion abseits des Stadions auf der Zeppelinbrücke in Leipzig sanktioniert.
„In den vergangenen Wochen der Sommerpause überschlugen sich die Ereignisse um unseren Verein und uns als aktive Fanszene. An diesem Punkt sehen wir uns gezwungen, öffentlich zu reagieren und klar Stellung zu beziehen. Die Zustände sind für uns nicht mehr tragbar. Nachdem zwei Pyro-Aktionen zum Ende der letzten Saison in engerer Taktung erfolgt waren, als bisher für uns üblich, sah sich der Verein dazu gezwungen, zum Rundumschlag auszuholen. Es folgte eine Reihe absurder Repressalien, die es bei Rasenballsport Leipzig in dem Maße noch nie gegeben hatte. Es wurde ein Anmeldeverbot für Auswärtschoreos für die gesamte Saison verhängt sowie die Durchführung von Heimchoreos durch das Verbot der zur Refinanzierung essenziellen Choreospendensammlung unmöglich gemacht. Damit wird uns ein essentielles Mittel zur Repräsentation unseres Vereins und unserer Stadt genommen. Eine viel zu späte Genehmigung für die Durchführung und erhebliche Einschränkungen bei der Wahl der Motive von Seiten des Vereins verhinderten auch die Verwirklichung der geplanten Choreo zum 15-jährigen Vereinsjubiläum. Darüber hinaus wurden erneut willkürliche und teils mehrjährige Hausverbote gegen Mitglieder*innen der aktiven Fanszene ausgesprochen. Besonders skurril ist hierbei, dass vereinzelten Personen nicht nur das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion zur Last gelegt wurde, sondern die angebliche Beteiligung am Feuerwerk auf der Zeppelinbrücke in der Nacht des Vereinsgeburtstages. Weiterhin wurden mehreren Personen, ohne eine vorherige Anhörung, Dauerkarten entzogen. Darunter befinden sich auch Trommler und Capos, die sich offensichtlich nicht aktiv am Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände beteiligt haben. Zusätzlich versuchte die Vereinsführung im Kontext der vergangenen Pyro-Aktionen, die offiziellen Fanclubs gezielt gegen die aktive Fanszene aufzuhetzen. Dieses Vorgehen verurteilen wir scharf“, hieß es dazu in der Stellungnahme aus der Anhängerschaft von RB Leipzig.
Zudem wurden in dem Statement konkrete Forderungen an den Club gestellt:
- eine Aufhebung der willkürlichen Hausverbote eine normale Anmeldung von Auswärtschoreos über die Fanbetreuung
- die Rücknahme des „Choreospendenverbots“
- die Rückgabe der entzogenen Dauerkarten
- -einen Dialog auf Augenhöhe mit der Vereinsführung, bei dem die Auswirkungen dieser Strafen selbstkritisch bewertet werden
Man sei jederzeit für eine diplomatische Lösung bereit heißt es am Ende der Stellungnahme. (Faszination Fankurve, 21.08.2024)
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