„Spiele kann man verschieben, Existenzen nicht!“: Zweitliga-Fußball im Katastrophengebiet

Faszination Fankurve 18.09.2024 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Admira Wacker gegen die Zweitvertretung von Rapid Wien wurde gestern ein Nachholspiel der zweithöchsten Spielklasse von Österreich ausgetragen. Die Partie wurde im Bundesstadion Südstadt in Maria Enzersdorf im Bundesland Niederösterreich absolviert und damit in unmittelbarer Nähe zu Hochwassergebieten.

„Spiele kann man verschieben, Existenzen nicht! Solidarität mit allen Unwetteropfern und Einsatzkräften!“-Plakat.

Das Bundesland wurde zum Katastrophengebiet erklärt, Profifußball sollte trotzdem noch gespielt werden. Gate 2 Admira hatte deshalb im Vorfeld des Spiels bekannt gegeben, dass man auf organisierten Support verzichten und stattdessen Spenden für die Opfer der Umweltkatastrophe sammeln werde. Mit einem „Spiele kann man verschieben, Existenzen nicht! Solidarität mit allen Unwetteropfern und Einsatzkräften!“-Spruchband untermauerte die Admira Wacker-Fanszene zudem ihre Forderung nach erneuter Verschiebung des Spiels. Ursprünglich wurde die Partie zwei Wochen zuvor ausgetragen und nach 50 Minuten wegen eines Unwetters abgebrochen. (Faszination Fankurve, 18.09.2024)

„Spiele kann man verschieben, Existenzen nicht! Solidarität mit allen Unwetteropfern und Einsatzkräften!“-Spruchband

Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme von Gate 2 Admira:

[grau]Liebe Admiraner,

die letzten Tage brachten großes Leid in unser Land, besonders betroffen ist unser Bundesland Niederösterreich und damit auch unser Heimatbezirk Mödling.

Wir alle kennen die schrecklichen Bilder, die Dauerregen und Sturm übers Wochenende verursacht haben. Viele Menschen stehen am Rande ihrer Existenz, auch einige Admiraner sind betroffen und sind immer noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Trotz allem will die Liga das heutige Meisterschaftsnachtragsspiel gegen Rapid II unbedingt austragen.
Diese Entscheidung ist für uns absolut unverständlich und moralisch nicht vertretbar.

Nicht unweit von uns entfernt, stehen das Sportzentrum in Traiskirchen oder Laxenburg unter Wasser, aber vor allem  auch dutzende Privatpersonen sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Wie sollen unsere Burschen da ganz normal Fußballspielen und wir Fans in der Kurve unbekümmert für normalen Support sorgen?

Jeder Mann und jede Frau unserer Einsatzkräfte werden derzeit für den Katastropheneinsatz benötigt, nicht nur dass einige davon abgezogen werden müssten, es können auch viele nicht dabei sein, da es unter uns auch viele freiwillige Helfer gibt.

Die Versuche der aktiven Fanszene, mit dem Verein und der Liga die Partie nochmal zu verschieben, sind gescheitert, daher wird es heute von unserer Seite KEINEN aktiven Support geben!

Ein paar unserer Mitglieder werden aber dennoch im Stadion sein, um Becher- und Geldspenden für die Unwetteropfer entgegenzunehmen.

Am Freitag sind wir zum Heimspiel gegen den FAC wieder mit dabei, bis dahin sollte das Schlimmste überstanden sein und wieder unsere Admira Wacker in den Fokus rücken.

Wir wünschen unserer Mannschaft heute trotzdem viel Erfolg!

SOLIDARITÄT MIT ALLEN UNWETTEROPFERN!

DANKE AN ALLE EINSATZKRÄFTE UND EHRENAMTLICHE HELFER!

G2A

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