Ultras Hapoel 1999 mit Stadionverbot – Konflikt zwischen Fanszene und Investor eskaliert

07.06.2025

Faszination Fankurve 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Die Ultras von Hapoel Tel Aviv sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder mit aufsehenerregenden Aktionen für Schlagzeilen – auch in Deutschland. Nun steht die Gruppe vor einem tiefen Einschnitt: Nach einem Eklat beim Auswärtsspiel in Jerusalem zieht der Verein harte Konsequenzen. Die angespannte Beziehung zwischen Fanszene und Investor erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

Noch im Dezember 2022 sorgten die Ultras rund um die “Ultras Hapoel 1999” in Hamburg für Aufsehen, als sie beim Basketballspiel gegen die Hamburg Towers mehrere Choreografien und Pyro-Aktionen zeigten (zum Artikel).

Obwohl sich Hapoel Tel Aviv erneut beim Basketball für das internationale Geschäft in der kommenden Saison qualifizierte, könnte es auf den Rängen in Zukunft ganz anders aussehen.

Schon seit längerer Zeit kommt es aus verschiedenen Gründen zu Problemen zwischen der aktiven Fanszene von Hapoel Tel Aviv und dem Investor Ofer Yannay. So trägt Hapoel Tel Aviv zur Vergrößerung der Zuschauerzahlen mittlerweile seine Basketballspiele in der “Yad Eliyahu-Arena” aus – der eigentlichen Heimspielstätte des Stadtrivalen Maccabi Tel Aviv. Diese Entscheidung sowie weitere Handlungen der Vereinsführung sorgten bereits zuvor für Proteste der Hapoel-Fanszene. Nun kommt es infolge des Spiels in Jerusalem zum vorläufigen Höhepunkt des Konflikts.

Nachdem der Investor vier Mitglieder der “Ultras Hapoel 1999” verklagte, kam es beim Basketballspiel gegen Hapoel Jerusalem am 28. Mai zu Beleidigungen gegen ihn und seine Tochter. Noch vor Ort bat er die Polizei darum, die Personalien aller Mitglieder der anwesenden Ultraszene aufzunehmen – diese lehnte jedoch ab.

Das Ganze hatte weitreichende Folgen:

Als Reaktion auf die Beleidigungen veröffentlichte der Verein bereits einen Tag nach dem Spiel, am 29. Mai, eine Stellungnahme, in der mehrere harte Konsequenzen angekündigt wurden. Neben dem Aberkennen des offiziellen Fanclub-Status sowie einem Verbot eines Ersatzfanclubs wurde allen Mitgliedern der Ultraszene ein Betretungsverbot für sämtliche Hapoel-Tel-Aviv-Basketballspiele in Israel und Europa erteilt. Ebenso ist der Gruppe künftig die Verwendung des Wortes „Hapoel“ untersagt. Auch Konsequenzen für Einzelpersonen schließt der Verein nicht aus.

Spiele des Vereins finden also vorerst ohne die organisierte Ultraszene statt. Es bleibt somit fraglich, ob sich Bilder wie aus Hamburg im Jahr 2022 in der kommenden Saison wiederholen.

(Faszination Fankurve, 07.06.2025)

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