Durch den Aufstieg der Pisani in die Serie A kam es am vergangenen Wochenende zum ersten Duell zwischen Pisa und der Fiorentina seit beachtlichen 34 Jahren. Aufgrund hoher Ticketpreise boykottierten die Ultras aus Florenz den Stadionbesuch. Dennoch schlugen sie in Pisa auf und protestierten gegen die horrenden Preise. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit einheimischen Ultras..jpeg)
Am Sonntagnachmittag fand die erste Begegnung zwischen Pisa und Florenz seit über 34 Jahren statt. Wie Faszination Fankurve berichtete, boykottierte die Curva Fiesole die Begegnung aufgrund der hohen Ticketpreise von 49 €.
Am Vormittag schlug eine Abordnung aus Florenz in einem Randbezirk von Pisa auf. Nachdem die Gäste zunächst mit einem Protest-Spruchband und Gesängen gegen Pisa einige Meter zurückgelegt hatten, wurden sie von der Polizei festgesetzt und zurück zu den Autos begleitet. Nichtsdestotrotz kam es auf dem Rückweg zum Parkplatz zu einer kurzen Auseinandersetzung mit Ultras der Curva Nord Maurizio Alberti.
Trotz des Boykotts der aktiven Fanszene fanden sich anschließend etwa 500 Fans der Fiorentina im Gästeblock ein, was die Heimseite bereits vor Anpfiff zu einigen Pöbeleien veranlasste.

Nachdem nahezu das gesamte Stadion beim Einlaufen der Mannschaften „Chi non salta è Fiorentino“ („Wer nicht hüpft, ist ein Florentiner“) anstimmte, startete die Curva Nord lautstark auf die bekannte Melodie von „Coerenza e Mentalità“ ins Spiel. Pisa legte auch auf dem Rasen ordentlich los, und so stiegen in der Anfangsphase immer wieder weite Teile der 11.200 Zuschauer in die Gesänge der Curva Nord ein. Die hohe Lautstärke der melodischen Gesänge wurde anfangs nur von Pfiffen und Rufen gegen die Gästemannschaft unterbrochen.
Mit zunehmender Spieldauer pendelte sich der Support auf ein normaleres Level ein. Erst nach dem vermeintlichen 1:0 in der 71. Minute erreichte die Euphorie wieder ein Hoch. Das Tor wurde allerdings aberkannt, und so endete die Partie mit einem 0:0. In der zweiten Halbzeit solidarisierte sich die Curva Nord zudem mit dem Boykott der Gäste und zeigte ein entsprechendes Spruchband.
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Die 500 Fiorentini konnten sich ab und an Gehör verschaffen, es war jedoch durchgehend spürbar, dass der Support unorganisiert stattfand. Man stand nicht kompakt, legte viele längere Pausen ein. Insbesondere die Gesänge gegen die Heimseite wurden dennoch sehr leidenschaftlich vorgetragen und teilweise von lauten Böllern untermalt.
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(Faszination Fankurve, 30.09.2025)
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