Optische Aktionen samt Pyroshows & Besuch aus Nordmazedonien – Impressionen vom polnischen Viertligaduell zwischen Olimpia Elbląg und GKS Bełchatów

11.10.2025

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Foto: Faszination Fankurve

GKS Bełchatów wurde 2007 polnischer Vizemeister und spielte in der Saison danach international. Ein paar Jahre später folgte ein bitterer sportlicher Tiefgang, von dem sich der Verein so langsam erholt. Das Auswärtsspiel bei Absteiger Olimpia Elbląg wurde seitens der Kibice von GKS ordentlich mobilisiert. So reiste ein stattlicher Mob in Richtung Ostsee – samt optischer Aktionen und Besuch aus nah und fern. Auch die Heimseite war vorab nicht untätig und zeigte eine Choreo inklusive Pyro. (Faszination Fankurve, 11.10.2025)

Am heutigen Samstag kam es im Rahmen der vierten polnischen Liga (Staffel 1) zum Aufeinandertreffen zwischen Olimpia Elbląg und GKS Bełchatów. Zwischen beiden Städten liegen fast 450 km, und es herrscht keine sonderliche Rivalität zwischen den Anhängerschaften. Dennoch mobilisierten beide Seiten vorab kräftig für diese Partie, die zu den Saisonhighlights gehört.

Bełchatów ist eine Kleinstadt nahe Łódź, die vor nicht einmal 20 Jahren im internationalen Fußball kurzzeitig vertreten war. 2015 stieg man aus der 1. Liga ab. Es folgte der sportliche Tiefgang, von dem sich GKS so langsam erholt. Aktuell spielt man in der vierten Liga (Staffel 1), in der ein paar wenige andere interessante Fanszenen vertreten sind.

Eine davon ist die von Absteiger Olimpia aus Elbląg nahe der Ostsee. Der Verein spielte zwar nie in der Ekstraklasa, verfügt dennoch über eine recht starke Anhängerschaft mit ebenso stabilen Freundschaften zu Teams wie Legia Warszawa oder Zagłębie Sosnowiec. Ein Jahr lang spielte man vor etwa 15 Jahren in der zweithöchsten polnischen Liga, ansonsten oftmals in Liga 3.

Am 26.03.2022 trafen beide Teams letztmalig aufeinander. Für das heutige Aufeinandertreffen mobilisierten beide Seiten vorab über das Internet sowie durch Banner in den jeweiligen Städten.

Aus Bełchatów fuhr ein stattlicher Mob von über 200 Kibice gen Elbląg. Für die etwa 450 km lange Strecke dorthin benötigte der Mob beachtliche sieben Stunden und kam dadurch erst zur 30. Spielminute am Stadion an.

Die heimischen Kibice versammeln sich seit wenigen Jahren auf der Haupttribüne und nicht mehr wie einst in der Kurve. Die geringeren Mobstärken sowie der Verfall des Stadions sind unter anderem Gründe dafür. Seit einiger Zeit fordern die Fans eine Modernisierung der Spielstätte. Heute waren es um die 180 Kibice, die einen soliden Auftritt hinlegten. Insgesamt versammelten sich etwa 500 Zuschauer im Heimbereich.

In der zweiten Halbzeit zeigte die Heimseite dann die bekannte Olimpia-Blockfahne, unter der sich sieben Leute vermummt hatten. Danach gingen Schwenker hoch, und Rauch in Vereinsfarben untermalte die Aktion.

Kurze Zeit später zeigten auch die Gäste eine optische Aktion: erst eine Blockfahne, danach Fahnen in den Vereinsfarben sowie Rauch, Bengalen und ein Spruchband („Wir sind seit vielen Jahren dabei, immer dort, wo unsere GieKSa spielt“).

Nach der Aktion wurde der Zaun mit insgesamt 15 Fahnen ordentlich beflaggt, und der Mob lieferte trotz der 4:1-Niederlage einen lautstarken Support ab.

Zu Gast hatte man heute einige Freunde: 1x Hutnik Kraków, 1x ŁKS Łódź, 8x Polonia Piotrków Trybunalski, 15x Wisła Sandomierz sowie 16x Pelister Bitola aus dem weit entfernten Nordmazedonien. Zwischen den Fans aus Bełchatów sowie den Čkempári aus Bitola besteht seit einigen Jahren eine gut gepflegte Freundschaft. Die meisten reisten mit dem Flugzeug an. Eine Besatzung absolvierte allerdings die fast 1.700 km lange Strecke nach Bełchatów mit dem Auto, für die man über 20 Stunden benötigte. Die Gruppe hatte auch eine Čkempári-Fahne dabei. Pelister Bitola feiert morgen übrigens das 80-jährige Vereinsbestehen.

Weitere Spielberichte aus dem Ausland findet ihr in den Ausgaben von ERLEBNIS FUSSBALL.

(Faszination Fankurve, 11.10.2025)

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