Durch den Aufstieg der BSG Stahl Brandenburg in die Brandenburgliga kommt es in dieser Saison erstmals seit über zehn Jahren wieder zu einem Stadtderby im Ligabetrieb. Seitens der Heimseite wird bereits seit Wochen intensiv für dieses Spiel geworben – man strebt einen neuen Zuschauerrekord an. Doch auch auf der anderen Seite der Stadt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
In Brandenburg an der Havel leben rund 75.000 Menschen, die schon seit geraumer Zeit keinen höherklassigen Fußball mehr erleben durften. Dabei gibt es mit der BSG Stahl Brandenburg und dem BSC Süd 05 gleich zwei Traditionsvereine mit engagierten Anhängerschaften.
Während zu DDR-Zeiten die BSG Stahl Brandenburg sportlich klar dominierte und mehrere Jahre in der höchsten Spielklasse aktiv war, spielte der Stadtrivale BSC Süd 05 meist in der zweiten Liga. In den vergangenen Jahren hingegen war der BSC Süd 05 die tonangebende Mannschaft in der Stadt und konnte sich zeitweise in der Oberliga halten.
Seit dieser Saison sind beide Vereine in der Brandenburgliga (6. Liga) vertreten – damit steht erstmals seit vielen Jahren wieder ein echtes Brandenburger Stadtderby auf dem Programm. Die BSG Stahl Brandenburg mobilisiert dafür seit Wochen und peilt mit bis zu 5.000 Zuschauern im heimischen Stadion am Quenz einen neuen Besucherrekord der jüngeren Vereinsgeschichte an.
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen fand im September 2022 im Rahmen des Brandenburgpokals statt. Damals waren rund 2.200 Zuschauer im Stadion am Quenz, darunter mehrere Hundert Gästefans. Auf den Rängen lieferten beide Seiten eindrucksvolle Auftritte ab. Bilder dieser Partie findet ihr am Ende des Artikels.
Auch die Fanszene des BSC Süd 05 um Ultimo Branne hat inzwischen ihren Derbyaufruf veröffentlicht. Demnach sollen sich alle Gästefans am Samstag um 10:00 Uhr am eigenen Werner-Seelenbinder-Stadion einfinden. Von dort aus geht es mit bereitgestellten Bussen die rund fünf Kilometer zum Stadion am Quenz.



0 Kommentare