Zum ersten Brandenburg Derby seit über zehn Jahren riefen sowohl die BSG Stahl Brandenburg als auch der BSC Süd 05 zur Stadtmeisterschaft. Für den BSC Süd bestand der besondere Reiz zudem im 120. Vereinsjubiläum, das in der Woche zuvor gefeiert wurde und mit einem Derbysieg gekrönt werden sollte. Faszination Fankurve berichtete. Vor fast 5.000 Zuschauern siegte allerdings Stahl Brandenburg durch ein Traumtor in der 16. Minute. Das Derby wurde von zahlreichen Fanaktionen begleitet..jpeg)
Wie Faszination Fankurve berichtete, stand am vergangenen Samstag in Brandenburg an der Havel das Stadtderby an – ein besonderer Tag für die Fans aus Brandenburg, insbesondere für die des BSC Süd 05, dessen Verein in diesen Tagen das 120-jährige Bestehen feiert, siehe extra Bericht.
In der Woche vor dem Derby waren vor allem die Fans der BSG aktiv und gestalteten zahlreiche Stromkästen neu, um zu zeigen, wem die Straßen zumindest für den Moment gehören.
Nachdem die Ultras der 05er die Mannschaft im letzten Training auf das Derby eingestimmt hatten, trafen sie sich am Spieltag im eigenen Stadion, um die Mannschaft nochmals zu pushen und anschließend gemeinsam mit Bussen zum Stadion am Quenz zu fahren. Die Stahl-Fans hingegen liefen in einem Fanmarsch sowie in zahlreichen Kleingruppen und verschiedenen Mobs zum Stadion. Schon hier wurde der stilistische Unterschied der beiden Vereine deutlich, bediente Stahl doch ein klares Bild der 80er und 90er Jahre.
Den Spielbeginn leiteten beide Fanszenen mit größeren Pyroshows ein. Bei Stahl hieß es auf einem Banner: „Von Dresden bis nach Coleraine hat man unsere Farben gesehen.“ Dahinter leuchteten zu weißem und blauem Rauch zahlreiche Fackeln.
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Im Gästeblock dominierten rot-weiße Fahnen, die das Bild neben einer guten zweistelligen Zahl Bengalos ergänzten.
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Ultimo Branne, die Maniacs sowie die anderen Fans der Meckerecke sangen anschließend 90 Minuten lang gegen Wind, Wetter und ein schwaches Spiel an. Ein kompakter Haufen von knapp 400 Gästen zeigte dennoch einen soliden Auftritt. Per Spruchband nahm man zudem Bezug auf einige Schmierereien der Fans von Stahl Brandenburg.
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Auf Seiten von Stahl überzeugte nicht nur ein sensationelles Zaunfahnenbild, das auch historische Fahnen aus den 80er Jahren zeigte, sondern auch der Auftritt des Heimblocks. Schlachtrufe und kürzere Gesänge wechselten sich ab, und immer wieder qualmte es im Block. Zur zweiten Halbzeit nahm man noch einmal Bezug auf die Vorfälle rund um den Aufstieg, als Mannschaft und Funktionäre ans Stadion des BSC urinierten: „Selbst Fritze pisst auf euch“. Hierbei handelt es sich um Fritze Bollmann, einem Brandenburger Original: Einem Babier aus der Zeit Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert. Er ist auf einem Brunnen verewigt, die auch als eine wichtige Sehenswürdigkeit der Stadt gilt. Von Stahl-Seiten wurde er schon mehrfach für Motive genutzt. Die Stahl-Szene-Band „Jungs vom Quenz“ coverte zuletzt auch das bekannte „Fritze Bollmann“-Lied, das beispielsweise auch Frank Zander schon gesungen hat.
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Letztlich hatte das frühe 1:0 für Stahl Bestand und sorgte für großen Jubel bei den 4.700 Zuschauern, unter denen sich auch zahlreiche Groundhopper befanden. Damit wurde ein neuer Ligarekord aufgestellt. Der Derbysieg wurde ausgelassen vor dem Heimblock gefeiert, wo die letzten Fackeln entzündet wurden.
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Einen ausführlichen Spielbericht findet ihr in einer der kommenden 45 Grad-Ausgaben.
(Faszination Fankurve, 26.10.2025)
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