Am vergangenen Sonntag traf im Wiener Weststadion der SK Rapid auf den SK Sturm Graz. Während die Gastgeber auch im zweiten Spiel dieser Saison gegen den amtierenden Meister aus Graz einen Sieg einfahren konnten, gab es auch auf den Rängen allerhand zu bestaunen. Auf das Kurvengeschehen wollen wir in diesem Artikel einen näheren Blick werfen. (Faszination Fankurve, 06.11.2025)
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24.766 Zuschauer waren gekommen, als sich mit Rapid Wien gegen Sturm Graz eines der interessantesten Spiele des ganzen Landes erneut ereignete. Schaut man heute auf die Tabelle der Bundesliga Österreich, sieht es in dieser Saison für Rapid gar nicht so schlecht aus. Neben guten Partien stehen aber auch durchwachsene Spiele wie etwa gegen Lech Poznan (1:4), AC Fiorentina (0:3) sowie das Derby gegen Austria Wien (1:3), die man allesamt verlor.
Mit dem heutigen 2:1-Heimerfolg gegen den amtierenden Meister konnte Rapid jedoch die Grazer in der Tabelle sogar überholen und steht nun auf Platz 2, einen Punkt hinter dem Tabellenführer aus Salzburg.
In die Partie starteten die Ultras Rapid mit einer ansehnlichen Choreografie. So rollte man eine Blockfahne aus, auf der ein Indianer sowie ein Ultras-Schriftzug zu sehen waren. Das passende Spruchband hing am Zaun und war mit der Aufschrift „IM AUFTRAG FÜR RAPID – IM ZEICHEN DES INDIANERS“ versehen.
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Passend dazu wurde die Blockfahne mit roten Bengalen komplett umrundet – etwa 90 Bengalen.
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Die Szene aus Graz reiste in Bussen nach Wien. Insgesamt waren etwa 2.500 Gästefans zugegen. Eine Choreo hatte man nicht im Gepäck, dafür leuchtete gelegentlich Pyro im Gästeblock auf.
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Zu Wiederanpfiff gab es dann im Block West ebenfalls eine größere Pyroshow. So zündeten die Tornados Rapid grünen Rauch und Blinker.
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Außerdem zeigte der Block West ein Spruchband für einen verstorbenen Fan von Panathinaikos.
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Zudem wurde die Fahne der sozialen Aktion „Wiener helfen Wienern“ angeflaggt und die anstehende Spendensammlung beworben. „Wiener helfen Wienern“ ist eine Spendenaktion des Block West, der für karitative Wiener Einrichtungen sammelt. 2010 wurde die Aktion ins Leben gerufen. Vergangenes Jahr sammelte man fast 150.000 Euro. Seit 2010 wurden insgesamt fast 800.000 Euro gesammelt.
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Besuch bekam der Block West heute von einer großen Abordnung aus Nürnberg. Bereits am Vortag waren einige Wiener in Nürnberg beim Heimspiel gegen Braunschweig zugegen und hatten sogar die Auswärtsfahne der Ultras Rapid sowie eine große Schwenkfahne mit im Gepäck. Heute hing die bekannte UN-Fahne wie gewohnt bei UR. Aber auch bei den Lords waren einige Schals der Nürnberger auszumachen. Außerdem bekam die Alte Garde heute Besuch vom Freundeskreis Hannover, und die Tornados von Ferencváros Budapest. Letztgenannte waren auch mit einer kleinen Fahne der Green Monsters optisch wahrzunehmen.
Besonders spannend wurde es in den letzten 15 Minuten der Partie. Bekanntlich startet hier die „Rapid-Viertelstunde“, in der Rapid mehrmals schon in beeindruckender Art und Weise das Spiel drehte. Und auch heute fiel genau zu Beginn dieser Zeremonie der 2:1-Siegtreffer, was natürlich ausgiebig gefeiert wurde – mit einem emotionalen Torjubel sowie einigen Fackeln. Allgemein lief der Block West in Halbzeit zwei auf Hochtouren, während im ersten Durchgang manchmal noch die Durchschlagskraft fehlte.
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Nun wurde es im bis dato lautstark agierenden Gästeblock etwas leiser. Hier ereignete sich aber auch noch etwas Berichtenswertes: In der letzten Viertelstunde wurde bei Sturm die Ultras-Liberi-Fahne aufgehängt, was mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. Die Szene muss sich seit einiger Zeit mit Repressionen auseinandersetzen. Außerdem gibt es in Graz nun eine neue Sondereinheit: Die Ermittlungsgruppe „Szenetypische Gewalt Sport“ (SGS) soll demnach im Umfeld von Sportgroßveranstaltungen Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und den szenekundigen Beamten (SKB) führen.
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(Faszination Fankurve, 06.11.2025)
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