Am 6. Oktober spielt der 1. FC Heidenheim bei RB Leipzig. Die Fanszene Heidenheim wird das Spiel boykottieren. Stattdessen stellt die Fanszene ein Alternativeprogramm für das ganze Wochenende auf die Beine mit einem Public Viewing auf der Haupttribühne im Albstadion.
Faszination Fankurve dokumentiert die Mitteilung der Fanszene Heidenheim:
Wir – die aktive Fanszene Heidenheims – schließen uns der Initiative Nein-Zu-RB an und wollen durch den Schulterschluss mit den anderen Szenen unserem gemeinsamen Protest Ausdruck verleihen. Wir boykottieren das Auswärtsspiel gegen das Konstrukt RBL.
Als sich Red Bull 2009 das Oberliga-Startrecht des SSV Markränstadt sicherte, gab es von Anfang an ein klar definiertes Ziel, so schnell wie möglich in die Bundesliga aufzusteigen um dann im nächsten Schritt das Internationale Parkett zu betreten. Es ist nur eine Frage der Zeit und Mateschitz wird es geschafft haben, sein wirksamstes Werbeprodukt in Form eines „Fußballvereins“ dort zu etablieren, wo die ganze Welt darüber reden wird. RB Leipzig ein „Verein“, welcher reines Werbeinstruments eines Unternehmens ist und den Fußball als Mittel zum Zweck benutzt, die Vermarktung des eigenen Produkts auf ein neues Level zu hieven.
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Heidenheim-Fans beim Spiel gegen den FSV Frankfurt.
Bild: Unitas Aquileiae
Dass Fußball ohne Sponsoring leider nicht mehr funktioniert ist uns klar. Doch wenn der Sponsor selbst der einzige Sinn eines „Vereins“ ist, dann kann man dies gut und gerne als Nahtoderfahrung für die Fussballkultur bezeichnen.
Auch die Wahl des Standorts Leipzig, fußt keineswegs auf einer Verbundenheit zu den dort wohnenden Menschen oder der Region. Der Grund ist rein wirtschaftliches Kalkül. Der Osten hungrig nach Profifußball, versehen mit ausreichend Nährboden für eventorientierte Kunden, die die Ware Bundesliga Fußball konsumieren, unabhängig davon wer da nun auf dem Rasen spielt und wie sie dort hingekommen sind.
Die DFL, besonders in Person von Andres Rettig, tönte zwar groß bei dem Fall Leipzig die Gegebenheiten zur Lizenzvergabe genau zu prüfen, letztendlich erteilten sie ihnen selbige dennoch ohne wirklich ernstzunehmende Auflagen.


