Wilde Horde & Coloniacs beenden Dialog

Faszination Fankurve 02.03.2015 0 Kommentare

Foto: Faszination Fankurve

Verschiedene Kölner Lokalmedien berichten übereinstimmend, dass die Wilde Horde und die Coloniacs, beides Ultràgruppen des 1. FC Köln, gestern aus der sogenannten Arbeitsgruppe Fankultur ausgetreten sind. Die Boyz Köln wurden aus dieser Gruppe zuvor vom Verein ausgeschlossen.

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Den Rückzug sollen die beiden Gruppen gestern auf einem Treffen der AG Fankultur vermeldet haben. Nach den Vorfällen beim rheinischen Derby (Faszination Fankurve berichtete) und den daraus folgenden Sanktionen des 1. FC Köln gegen die Boyz Köln (Faszination Fankurve berichtete) scheint auch für die andern Ultras in Köln aktuell keine Dialogbereitschaft mit Vertretern des 1. FC Köln zu bestehen. 

Die Ultràgruppen fassen die Sanktionen gegen die Boyz Köln, die u.a. mit lokalen Stadionverboten belegt wurden, als Kollektivstrafe auf. Der Präsident des 1. FC Köln, Werner Spinner, der die AG Fankultur initiierte, sprach sich auf der Mitgliederversammlung 2012 gegen Kollektivstrafen aus. Eben jene Aussage wird ihm nun von den Ultras vorgehalten. 

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Ein Spruchband mit dem Zitat von Spinner hing beim Heimspiel gegen Hannover vor der Südkurve
Bild: Faszination Fankurve

Die AG Fankultur wurde nach einem Überfall von Kölner Fans auf einen Bus mit Mönchengladbacher Fans im März 2012 ins Leben gerufen. Im Juli 2012 gründete sich die AG unter dem Motto „Mehr miteinander reden und nicht gegeneinander“. Der Verein wollte das Zusammenwirken zwischen der Kölner Ultràszene, den anderen Kölner Fans, dem Verein, der Polizei und den Medien verbessern. 

Vorsitzender der AG wurde der Strafrichter Thomas Schönig. Vom 1. FC Köln ist seit dem der Fanbeauftragte Rainer Mendel in der AG vertreten. Der CDU Politiker Wolfgang Bosbach ist ebenso Bestandteil der AG, wie Fanforscher von der Universität Leipzig, wie Jonas Gabler.

Die Arbeit der AG Fankultur soll auch ohne Beteiligung der Ultras weitergehen, so Spinner gegenüber dem Kölner-Stadt-Anzeiger. Gegenüber den Coloniacs und der Wilden Horde sei der Verein weiterhin dialogbereit.

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Die zentrale Forderung der Coloniacs an den 1. FC Köln beim Spiel in München
Bild: Maximilian Wittmann

Auch bei der Stimmung haben sich die drei Ultràgruppen zurückgezogen. So gab es nach dem rheinischen Derby beim Heimspiel gegen Hannover (Faszination Fankurve berichtete) und beim Auswärtsspiel in München (Faszination Fankurve berichtete) keine von den Ultras organisierte Stimmung. (Faszination Fankurve, 02.03.2015)

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Die zentrale Forderung der Coloniacs an den 1. FC Köln beim Spiel in München
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Ein Spruchband mit dem Zitat von Spinner hing beim Heimspiel gegen Hannover vor der Südkurve
Bild: Faszination Fankurve
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