Die Fanszene des SC Paderborn wird in der kommenden Saison alle Heimspiele ihres Vereins wegen zu hoher Dauerkartenpreise boykottieren. Dies entschied die Fanszene nach einem Treffen mit Vereinsvertretern. Das Entgegenkommen des Verein sei bei Weitem nicht ausreichend gewesen.
Nachdem die Fanszene erstmals öffentlich über einen Boykott nachdachte (Faszination Fankurve berichtete), reagierte der Verein mit der Einführung eines 25 Euro Gutschein für SCP-Fans, die sich eine Dauerkarte bis zum 24. Juli sicherten (Faszination Fankurve berichtete). Dieser Gutschein kann auch für Auswärtsticket verwendet werden. Nun kam es nochmals zum Treffen zwischen Fanszene und Vereinsvertretern.
Die Paderborner Fanszene kritisiert, dass dieser Gutschein jedoch nicht an Dauerkarteninhaber vergeben werde, die ihre Dauerkarte über einen Fanclub bezögen. Dadurch sei die nachträgliche Rabattierung für große Teile der Fanszene völlig irrelevant. Ein Rabatt von 25 Euro genüge zudem bei Weitem nicht, so die Fanszene weiter. Zudem habe der Verein das Treffen zu kurzfristig einberufen und auch eine Aufstockung an Kindertickets sei nicht erfolgt.
Passione Paderborn, Supporters Paderborn und Süd Crew Paderborn werden deshalb die Heimspiele der kommenden Zweitligasaison nicht besuchen. (Faszination Fankurve, 21.06.2015)
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Choreografien bleiben durch den Boykott in der kommenden Saison wohl auch aus
Bild: Sebastian Peckelsen
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Fanszene Paderborn:
Als Reaktion auf den am 29.5.veröffentlichten offenen Brief an Geschäftsführer Martin Hornberger, fand auf Initiative des Vereins am 3.6. ein Treffen zwischen Vertretern des Vereins (W. Finke, M. Hornberger, M. Born, M. Rickers, S. Matz, C. Just, M. Hack), Vertretern der Fangruppen in Block O (Passione Paderborn, Supporters Paderborn, Süd Crew Paderborn) sowie dem Fanbeirat und dem Fanprojekt statt. Zu diesem runden Tisch wurde kurzfristig am 2.6. eingeladen mit der Botschaft, sollte wir den Termin nicht wahrnehmen können, hätte man halt Pech gehabt.
Seitens des Vereins sollte dieses Gespräch nicht dazu genutzt werden sich auf irgendeine Form des Entgegenkommens zu einigen, sondern um die horrenden Preise zu rechtfertigen und uns vorzurechnen wie sie zustande kommen. Die nachvollziehbaren Argumente waren dabei der Bau des neuen Trainingszentrums sowie die Zielstellung auch in Zukunft schuldenfrei zu bleiben. Dies ist in unseren Augen jedoch keine Rechtfertigung für die Höhe der Ticketpreise, die ligaweit mit Abstand die höchsten und zudem auch deutlich teurer als in der Zweitligasaison 2013/14 sind.


