Die Polizei versucht bereits seit einigen Jahren Fußballfans mit sogenannten Betretungsverboten von den jeweiligen Stadien fernzuhalten. Der Duisburger Ableger der Fanorganisation ProFans macht nun öffentlich, dass betroffene Fans dafür von den jeweiligen Städten kräftig zu Kasse gebeten werden.
So mussten MSV Duisburg Fans, die anlässlich des Auswärtsspiels in Nürnberg ein Betretungsverbot, auch Stadtverbot genannt, erhielten, 155 Euro zahlen. In Freiburg kostete das Schreiben die Duisburg Fans stolze 105 Euro und in Sandhausen immerhin noch 55 Euro.
Betretungsverbote werden von der Polizei auch ohne Verurteilung durch ein Gericht ausgesprochen. Betroffene Fan können sich nur gegen das Betretungsverbot selbst, nicht jedoch gegen die Höhe der Gebühr juristisch zu Wehr setzen, was ebenfalls kostspielig sein kann. ProFans Duisburg fordert deshalb eine Änderung bei der Vergabepraxis von sogenannten Stadtverboten. (Faszination Fankurve, 08.11.2016)
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Betroffene MSV Fans mussten für das Nürnberger Betretungsverbot 155 Euro zahlen.
Bild: stimmungsblock.blogspot.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme von ProFans Duisburg:
ProFans Duisburg kritisiert Bearbeitungsgebühren für Aufenthaltsverbote
Stadionverbote gehören mittlerweile zum Alltag von aktiven Fans und Ultragruppen dazu. Argumente, die gegen die Praxis der Stadionverbote sprechen, wurden von uns schon oftmals diskutiert und sollen an dieser Stelle nicht wieder hervorgeholt werden.
In den letzten Jahren findet verstärkt das Instrument des Aufenthaltsverbotes (im Szenejargon auch Stadtverbot genannt) Anwendung.
Zur intensiveren Auseinandersetzung mit dem Thema wollen wir auf folgenden Artikel der AG Fananwälte verweisen, welcher sich kritisch mit dem Instrument Aufenthaltsverbot befasst:
http://www.fananwaelte.de/?page_id=84


