Die Fanszene von Eintracht Frankfurt meldet sich zum kommenden Auswärtsspiel bei Rasenballsport Leipzig zu Wort und begründet, warum man das Spiel am Samstag im ehemaligen Zentralstadion nicht boykottiert. Der Nordwestkurve-Rat kündigt zudem Proteste gegen RB Leipzig an.
Die Frankfurter Fanszene ist der Meinung, dass ein Boykott der Spiele gegen RB Leipzig nichts bringen würde. In dem Statement der Nordwestkurve Frankfurt, in dem der Philosoph Theodor W. Adorno mit den Worten „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ zitiert wird, erklären die Eintracht Fans RB Leipzig zur Speerspitze der Retortenclubs, kritisieren gleichzeitig aber auch Entwicklungen im modernen Fußball, die auch bei Eintracht Frankfurt schon lange vor der Gründung von RB Leipzig begonnen haben.
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Eintracht Frankfurt Fans pflegen seit Jahren eine Freundschaft zu Chemie Leipzig Fans.
Bild: Chemie-Leipzig.de
„Eintracht Frankfurt ist unser Ideal“, heißt es in dem Statement und eben jener Verein wird von der Fanszene, wie auch bei jedem anderen Pflichtspiel, lautstark unterstützt. Den Boykottieren von Auswärtsspielen bei RB Leipzig wird vorgeworfen, sonst im Leben selten konsequent zu sein und auf Auswärtsfahrten bei großen Fastfoodketten zu essen oder Kleidung bei Großkonzernen zu kaufen.
Gleichzeitig erklärt die Nordwestkurve, RB Leipzig niemals als normalen Gegner zu akzeptierten und kündigt für kommenden Samstag Protestaktionen im Gästeblock des ehemaligen Zentralstadions an. Der Gästeblock ist am Samstag jedenfalls ausverkauft und es werden über 5.000 Eintracht Fans in Leipzig erwartet, die sich teilweise auch mit Tickets für andere Stadionbereiche eingedeckt haben sollen (Faszination Fankurve berichtete). (Faszination Fankurve, 19.01.2017)
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Nordwestkurve Frankfurt:



