Die Coloniacs zeigte am Freitag beim Heimspiel gegen Hoffenheim ein Spruchband mit der Aufschrift „Heute für den FC, morgen gegen die AfD“. Nun nimmt die Kölner Ultràgruppe Stellung zu dem Spruch, der offenbar auch zu Anfeindungen gegen die Coloniacs führte.
Das Spruchband bezog sich auf den am Samstag beginnenden Bundesparteitag der „Alternative für Deutschland“ (AfD). Die Coloniacs stellten sich damit in den Protest gegen den AfD-Parteitag, was aus dem antidiskriminierenden Verständnis der Ultràgruppe heraus passiert sei. Die AfD vertritt in den Augen der Coloniacs rassistische, homophobe und sexistische Positionen und stehe für eine rückwärtsgewandte Politik, die das politische Klima in Deutschland vergifte. (Faszination Fankurve, 27.04.2017)
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Das Spruchband der Coloniacs am Freitag im Müngersdorfer Stadion.
Bild: Coloniacs.com
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Coloniacs zum AfD-Spruchband:
Am letzten Freitag haben wir im Müngersdorfer Stadion das Spruchband „Heute für den FC, morgen gegen die AfD“ gezeigt und uns damit deutlich in die Reihen des Protests gegen den in Köln stattfindenden AfD-Bundesparteitag gestellt. Dies machten wir aus unserem Selbstverständnis als der Demokratie verpflichtete Gruppe mit einem antidiskriminierenden Verständnis heraus. Die AfD vertritt Positionen, die Menschen ungleich machen. Sie ist rassistisch, homophob und sexistisch und befeuert mit ihrem Populismus eine rückwärtsgewandte Politik und Nationalismus. Die AfD ist Gift für das politische Klima in Deutschland und ein Feind demokratischer Verhältnisse.
Was uns im Nachgang der Demonstrationen und des Spiels erstaunt, ist das offene Anfeinden unserer Gruppe für das „politische“ Spruchband und der mangelnde Willen einer kritischen Auseinandersetzung mit der „Alternative für Deutschland“. Uns wird vorgeworfen, wir würden Politik ins Stadion tragen, obwohl diese dort nichts verloren hat. Wir sehen das seit mittlerweile über sieben Jahren anders und empfinden Sport und Politik als untrennbar verwoben. Das Stadion mit seinen Zuschauern ist ein Spiegelbild der Gesellschaft und überall wo sich Menschen begegnen, sind politische Themen von Bedeutung. Wir wissen, dass es neben Kritikern auch Menschen gibt, die im Stadion ähnliche Meinungen vertreten wie wir und sich über unsere Positionierung freuen. Die Teilnahme am Protest auf Kölns Straßen war in unseren Augen überschaubar. Die Bereitschaft sich den verstörenden Parolen der AfD entgegen zu stellen, war gering. Dies ist jedoch in Teilen auch auf die Strategie der Kölner Polizei zurückzuführen, die über Wochen unverhältnismäßige Panikmache betrieb und ein Horrorszenario auf Kölns Straßen herbei beschwor.



