Die bundesweite Fanorganisation ProFans, in der viele Ultràgruppen organisiert sind, meldet sich mit einem Kommentar zur aktuellen Debatte über Ultras, die DFB-Sportgerichtsbarkeit, Schmähgesänge zu Wort. In den Augen von ProFans sind DFB und DFL die Totengräber der Fußballkultur.
Die Fanorganisation ProFans, in der zahlreiche deutsche Ultràgruppen organisiert sind, aber auch andere Fans, erklärt in dem Kommentar, dass sich die Verbände zwischen sterilen Stadien ohne Schmähgesänge und authentischer Fußballkultur mit solchen Gesängen entscheiden müsse. (Faszination Fankurve, 03.05.2017)
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Auch dieser beleidigende Doppelhalter löste eine Debatte über Beleidigungen in Stadien und die DFB-Sportgerichtsbarkeit aus.
Bild: WH96.de
Faszination Fankurve dokumentiert den Kommentar von ProFans:
Wer sind die Totengräber der Fußballkultur? Ein Kommentar zur aktuellen Situation
Einige drehen am Rad… – und damit meinen wir nicht die Fans, die sich Woche für Woche in die Kurven schleppen, um anschließend in den Gazetten lesen zu müssen, wie „asozial es in einem Fußballstadion“ zugeht. Während wir schon beim Anblick derartiger Überschriften vor Wut mit den Zähnen knirschen, boxen sich die „Fachleute“ aufs Neue um die Mikros, damit jeder als erstes Statements à la „Eskalationsstufen“ und „gesteigerte Dimensionen“ abgeben kann. Es wundert uns nicht, dass Opa Hoppenstedt zwischen Fernsehgarten und Lindenstraße „harte Konsequenzen“ gegen die „Verursacher“ fordert und die Fußballfans sich offenbar nicht mehr im Stadion, sondern in einem „Krisengebiet“ befinden. Vor Jahren standen wir schon mal an der gleichen Stelle. Durch Ammenmärchen über „kriegsähnliche Zustände“ in den Stadien wurde eine unsachliche und völlig fehlgeleitete Debatte in der Öffentlichkeit geführt. Trotz der 12:12-Proteste resultierte daraus das Sicherheitspapier der DFL, dessen Folgen wir heute zu spüren bekommen.



