Die Landes- und Bundespolizei führte gestern im Raum Hannover mehrere Hausdurchsuchungen bei Personen durch, die der Ultràgruppe Rising Boys Hannover zugeordnet wurden. Die Fanhilfe Hannover macht nun öffentlich, dass dabei auch mehrere Zaun- und Schwenkfahnen verschiedener Gruppen beschlagnahmt wurden.
Die Fanhilfe kritisiert diese Beschlagnahme von Material der Fanszene von Hannover 96, da diese keinen wirklichen Beweiswert hätten und kündigt gemeinsam mit den betroffenen Personen rechtliche Schritte gegen die Beschlagnahme an. Weiter kritisiert die Fanhilfe, dass ein Großteil der von den Durchsuchungen betroffenen Personen gar nicht der Gruppe Rising Boys Hannover angehöre. Zudem seien die Durchsuchungen unter teils rechtswidrigen Bedingungen durchgeführt worden. (Faszination Fankurve, 15.06.2017)
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Bei den Durchsuchungen wurden die Zaun- und Schwenkfahnen mehrere Fangruppen von Hannover 96 beschlagnahmt.
Bild: timo0711.blogspot.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung der Fanhilfe Hannover:
Hausdurchsuchungen wegen Graffiti bei (angeblichen) Mitgliedern der Gruppe „RBH“
Am gestrigen Morgen fanden bei neun Personen, die angeblich der Gruppe „Rising Boys Hannover“ zugehörig sein sollen, Hausdurchsuchungen statt.
Nach einer Pressemitteilung der Polizei Hannover sei man auf die Spur der Betroffenen gekommen, da sie beim Heimspiel gegen Nürnberg im Frühjahr 2017 ein Banner mit Gruppenaufschrift gezeigt haben sollen. Hiernach sei davon auszugehen, dass all diese Personen der Gruppe „RBH“ zuzuordnen und entsprechend an Sachbeschädigungen und weiteren graffitibezogenen Straftaten (unter anderem Taten, die in einem Video zum zehnjährigen Jubiläum der Gruppe zu sehen sein sollen) beteiligt seien.
Nach gesicherten Informationen der Fanhilfe gehört ein Großteil der Betroffenen jedoch nicht zur Gruppe „RBH“.



