Der DFB kündigte an, vorerst auf Kollektivstrafen verzichten zu wollen und in Dialog auch mit Ultràgruppen zu treten (Faszination Fankurve berichtete). Die bundesweite Fanorganisation ProFans, in der auch Ultràgruppen organisiert sind, bietet an, an der Neuausrichtung des Dialogs mitzuarbeiten.
In der Pressemitteilung erläutert ProFans nochmal, warum der Dialog mit dem DFB im letzten Jahrzehnt nicht fruchtbar war. Für einen Neuanfang des Dialogs fordert ProFans, dass Vereinsvertreter mit am Tisch sitzen, der Dialog auf Augenhöhe stattfindet und vom DFB wirkliche Entscheidungsträger anwesend sind. (Faszination Fankurve, 16.08.2017)
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Der DFB kündigte heute an, vorerst auf kollektive Bestrafungen zu verzichten.
Bild: ULTRA1894.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Pressemitteilung von ProFans:
ProFans bezieht Stellung zum “Dialog-Angebot” von DFB-Präsident Reinhard Grindel
Erstaunt haben die ProFans angeschlossen Gruppen die heute vom DFB veröffentlichte Erklärung seines Präsidenten Herrn Grindel zur Kenntnis genommen. ProFans stimmt der Aussage zu, wie wichtig die Fankultur mit all ihren sozialen Werten für den Fußball ist, und dass diese Erkenntnis einen Grund zum Umdenken gibt.
Die Abkehr von Kollektivstrafen sowie von Bestrafungen auf Grundlage von Vermutungen ist längst überfällig. Auch die Wahrnehmung demokratischer Rechte in den Vereinen durch die Fanbasis zählt zur Kultur des Umgangs und zu den sozialen Werten des Fußballs. Wir haben noch nie verstanden, warum die Vorstellungen von einem emotionalen und sicheren Stadionerlebnis weit auseinanderliegen sollten. Nun endlich scheint die DFB-Spitze zu erkennen, dass der von ProFans Anfang 2016 auf den Tisch gelegte Vorschlag für einen Neuanfang eines Dialogs, der von Augenhöhe, Ernsthaftigkeit und Konstruktivität geprägt ist, dringend aufgegriffen gehört.



