Auf der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln verpasste die Mitgliederinitiative „100 % FC – Dein Verein“ ihr Ziel deutlich. Nur auf 34,33 Prozent der abgegebenen Stimmen sprachen sich Mittglieder für den Satzungsänderungsantrag der Initiative aus, der eine Zweidrittelmehrheit benötigt hätte.
Mit dem Antrag auf Satzungsänderung wollte die Mitgliederinitiative erreichen, dass die Mitglieder des 1. FC Köln auch bei Anteilsverkäufen von weniger als 25 Prozent an der Kapitalgesellschaft, in der der Profifußball ausgegliederten ist, befragt werden müssen (Faszination Fankurve berichtete). Doch die dafür benötigte Zweidrittelmehrheit wurde weit verfehlt.
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So viele Mitglieder wie gestern waren noch nie auf einer Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.
Bild: privat
Die Auszählung der Stimmen dauerte wegen technischer Probleme bei den elektronischen Wahlgeräten bis 01:15 Uhr. Letztlich wurde mit Papierzetteln abgestimmt, weshalb die Auszählung länger dauerte.
6.404 wahlberechtigte Mitglieder fanden sich gestern in der Arena in Köln ein, was eine Rekordbesucherzahl bei einer Mitgliederversammlung des 1. FC Köln bedeutete. 1.577 Mitglieder stimmten für den Satzungsänderungsantrag, 3.017 dagegen.
Die Stimmenanzahl von 4.594 abgegebenen Zetteln verdeutlicht, dass fast 2.000 zunächst anwesende Mitglieder nach 23 Uhr nicht mehr ihre Stimme abgaben. Dies lag auch daran, dass der 1. FC Köln kurz vor der Abstimmung angefangen hatte, die Europapokal-Pullover, mit denen Mitglieder auf die Versammlung gelockt wurden, schon kurz vor Beginn der Abstimmung auszugegeben. Eigentlich hatte der Verein geplant, dies erst nach der gesamten Veranstaltung zu starten. Doch wie Geschäftsführer Alexander Wehrle später erklärte, soll es zu tumultartigen Szenen gekommen sein und Mitarbeitern soll sogar Gewalt angedroht worden sein.



