Die Ultràgruppe Infamous Youth hat heute ausführlich Stellung zu den Vorfällen beim letzten Nordderby in Hamburg genommen, bei dem 171 Werder Ultras am Stadionbesuch gehindert wurden. Die Werder-Ultras kündigen an, auch in Zukunft auf alternativen Wegen zum Derby in Hamburg zu reisen.
Infamous Youth gibt in der Stellungnahme nochmal einen Überblick darüber, wie die Bremer Ultras in den vergangenen Jahren nach Hamburg gereist sind. Die alternative Anreise wird zudem mit Vorfällen bei den Derbys begründet, bei denen die Werder-Ultras den Anreiseempfehlungen der Polizei folgten. Dabei sei es in den Augen der Werder-Ultras zu Sicherheitsproblemen und Angriffen auf Werder-Fans gekommen. Auch eine geänderte Anreiseroute über Hamburg-Harburg hätte nicht für mehr Sicherheit gesorgt, sondern eher an einen Viehtransport erinnert.
Die Polizei Hamburg kündigte auf Nachfrage von Faszination Fankurve schon an, bei kommenden Gastspielen von Werder Bremen in Hamburg genauso zu handeln, wie beim letzten Mal, sollten Werder-Ultras sich nicht an Anreiseempfehlungen halten. Infamous Youth erklärt hingegen, auch in Zukunft nicht auf die Anreiseempfehlung der Hamburger Polizei zu setzen und „auf alternativen Wegen zum Volksparkstadion“ zu reisen, da eine konspirative Anreise nicht illegal sei. Eine Fortsetzung des Konflikts steht somit wohl bevor. (Faszination Fankurve, 11.10.2017)
Bildergalerie zu diesem Beitrag
Die 171 Werder-Ultras wurden nicht ins Hamburger Volksparkstadion gelassen.
Bild: hsv-sc.de
Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme von Infamous Youth:
Moin Werderfans!
Bei den letzten drei Auswärtsspielen in Hamburg sind Teile der Ultras des SV Werder von der Polizei daran gehindert worden, ins Stadion zu gelangen. Die Vorfälle beim letzten Derby stellen für uns den vorläufigen Höhepunkt der Entwicklung der letzten 10 Jahre dar. Um diese Entwicklung für alle Werderfans transparent und verständlich zu machen, wenden wir uns hiermit an euch.



